Vertrauenskampagne:
McDonald’s packt seine Burger in Graspapier

Statt wie einst in Styropor oder konventionelles Wrap-Papier, schlägt McDonald's Deutschland seine Burger testweise in Graspapier ein. Was dahinter steckt, zeigt ein kurzer Film von DDB München. 

Text: Stefan Schasche

Papier aus Gras? Gibt's ab sofort bei McDonald's.
Papier aus Gras? Gibt's ab sofort bei McDonald's.

Ab sofort verpackt McDonald's Deutschland einen Teil seiner Produkte testweise in Graspapier. Um seine Bemühungen für die Umwelt zu verdeutlichen, wird die Geschichte dieses ganz besonderen Papiers im Rahmen der Vertrauenskampagne "Ganz bei Euch" erzählt, die McDonald's im Dezember auf den Weg gebracht hat. Der Film zum Graspapier ist exakt 103 Sekunden lang und beschreibt den Job des Greenkeepers des 1. FC Nürnberg, der sich nie hat träumen lassen, dass aus dem abgemähten Stadionrasen einmal Burgerpapier für McDonald's werden könnte.

Er besucht die Produktionsstätte des Graspapiers bei der Firma Pfleiderer in Teisnach und fühlt sich beim Geruch des Papiers zurück ins Fußballstadion versetzt. Konzipiert und umgesetzt wurde das Video von DDB München, das damit erstmals für den größten Fastfood-Anbieter im Lande tätig geworden ist. Die Produktion lag in den Händen von Neon Groen, ebenfalls aus München. Flankierende Posts und Ads, eine Brand Story auf einer Microsite und Verbraucherumfragen zum Thema Umweltschutz und Verpackungsmüll runden das Kampagnenkonzept ab.

Leadagentur von McDonald's ist eigentlich Scholz & Friends, die erst kürzlich ihre erste größere Arbeit für die Kette abgeliefert hatte.   

Vom Styropor zum Graspapier

Es ist sehr lange her, dass McDonald's seine Cheeseburger, McRibs oder BigMacs in kleinen Schachteln aus Styropor verkaufte. Nicht zuletzt aus Umweltgründen stellte die Burgerkette in den 90ern auf Papier-Verpackungen um und nun kommt der nächste Schritt hin zum Unternehmensziel, bis 2025 alle Verkaufsverpackungen zu 100 Prozent aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Materialien herzustellen.

Im Rahmen dieses Vorhabens wird also nun das Graspapier getestet, das zwar nicht komplett, aber immerhin zu 20 Prozent aus Gras besteht. Und das fällt, wie jeder Gartenfreund weiß, bei jedem Rasenmähen in viel zu großen Mengen an. Ermöglicht wird die Herstellung des Graspapiers durch neuartige Prozesse, die den Eintrag von Grasfasern in Papier erlauben, was große Mengen an Energie, Wasser sowie CO2 einsparen soll. 

Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender, McDonald's Deutschland: "Als Marktführer in der Systemgastronomie wollen wir den Weg hin zur Reduzierung von Plastik- und Verpackungsmüll aktiv mitgestalten. So werden wir zukünftig weniger Verpackungsmaterial einsetzen und immer mehr Burger in alternativen Verpackungen, wie beispielsweise innovativem Wrap-Papier, ausgeben." 

Aus dem Fußballrasen wird Graspapier.

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