W&V Data-Werberanking:
Corona-Effekt: Lieber neue Möbel als Urlaub

Statt in den Urlaub wollen die meisten Deutschen offensichtlich lieber zu Ikea & Co. Für die Möbelhäuser heißt das, die teilweise komplett eingefrorenen Werbegelder jetzt schleunigst wieder aufzutauen.

Text: Christiane Treckmann

Bloß weg mit der leidgesehenen Wohnzimmereinrichtung: 61 Prozent der Deutschen wollen sich lieber neue Möbel anschaffen als in den Urlaub zu fahren.
Bloß weg mit der leidgesehenen Wohnzimmereinrichtung: 61 Prozent der Deutschen wollen sich lieber neue Möbel anschaffen als in den Urlaub zu fahren.

Nach den vielen Wochen in den heimischen vier Wänden haben sich die Deutschen langsam sattgesehen an ihrem Mobiliar. Zudem ist ungewiss, wie lange Haus oder Wohnung noch weiter so intensiv genutzt werden müssen. Ein Tapetenwechsel muss her in Gestalt einer neuen Einrichtung.

Wie der Traum von neuen Möbeln finanziert wird, steht schon fest: Die brachliegende Urlaubskasse wird umfunktioniert.

61 Prozent der Menschen hierzulande können sich vorstellen, sich lieber neue Möbel anzuschaffen als dieses Jahr in Urlaub zu fahren – ohnehin ein Unterfangen mit mehr Fragezeichen als Aussicht auf Erholung. Das zeigt eine Umfrage der Offerista Group im Auftrag von Möbel Kultur. Und überhaupt sind vier von fünf Deutschen gewillt, Tisch, Bett, Schrank etc. zu erneuern.

Möbelhäuser und mehr

Wie sich das Werbeverhalten der Möbelhäuser entwickelt hat, lesen Sie gleich im weiteren Verlauf unserer W&V Data-Geschichte. Sie interessieren sich für weitere Insights, auch zu anderen Branchen  und wie dort die Werbungtreibenden ihre Budgets verteilen?

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Der dringendste Bedarf an einem neuen Innenleben wird im Wohnzimmer gesehen. Hier wollen 39 Prozent umrüsten. Dann folgt das Schlafzimmer (32 Prozent), dann die Küche (29 Prozent). 28 Prozent wollen den Garten und Balkon angehen, und 21 Prozent versuchen zumindest mit neuer Deko, anderen Vorhängen, Kissen etc. für ein neues Lebensgefühl zu sorgen.

1000 Euro ist dabei das gängigste Budget (73 Prozent der Befragten). 17 Prozent liebäugeln mit 1500 Euro und mehr, vor allem in der Zielgruppe 55 plus.

Statt Urlaub geht es also lieber zu – ja, zu wem eigentlich? Die Möbelhäuser mussten Corona-bedingt für längere Zeit schließen. Und haben den Effekt gleich auf ihr Marketing angewendet: Auch die Werbegelder wurden eingefroren. Im Corona-April, so die Zahlen von Nielsen, liegen die Spendings im Schnitt 76 Prozent unter dem April 2019. Und auch schon in der Gesamtbilanz für die Werbemonate Januar mit April 2020 wurden die Budgets mehrheitlich zurückgefahren. Sichtbarkeit für kaufwillige Zielgruppen sieht anders aus.

Im nachfolgenden W&V Data-Ranking zeigen wir die Entwicklung der zehn größten Möbelhäuser, bezogen auf ihr Werbevolumen, samt des dahinterstehenden Mediamixes. Basis sind die W&V Data-Dashboards zu den Top Spendern im Vorjahresvergleich sowie zu den Top-Branchen, gestützt auf die Erhebungen unseres W&V Data-Partners Nielsen.


Möbel und Einrichtung: Top Ten der Werbungtreibenden im Mediamix

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Insgesamt wurden im Zeitraum Januar mit April 2020 im Segment Möbel & Einrichtung 293 Mio. Euro brutto ausgegeben – ein Minus von 20 Prozent gegenüber Vorjahr. Verteilt werden die Budgets fast immer vor allem auf TV und Direct Mailings.

Bleibt abzuwarten, in wieweit die Möbelhäuser aus der Deckung kommen angesichts der Kauflaune der Deutschen und dem wohl mehr als drängende Bedarf, ihr Zuhause zu verändern.



Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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