Opinary-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Opinary angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Lob vom Bundesverband Digitale Wirtschaft

Beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) trifft das EU-Vorhaben grundsätzlich auf Zustimmung. Allerdings weist der BVDW daraufhin, dass die von der EU selbst entwickelten Verordnungen wie die DSGVO, oder die weiterhin zur Diskussion stehende Fassung der E-Privacy-Verordnung, den Weg dorthin erschweren würden.

"Die Ziele der neuen EU-Kommission sind richtig und ambitioniert, leider stehen diesen aber zahlreiche der regulatorischen Entwicklungen der letzten Jahre diametral entgegen und haben bisher eher gegenteilig gewirkt als genützt", sagt BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr. Die Analyse der EU betrachtet der BVDW demnach zwar als richtig, doch vieles ist noch zu unkonkret. 

Beispiel: Gesundheitssektor

Als positives Beispiel führt der BVDW an, dass ein "Common European Health Data Space" angestrebt wird. Laut EU ist die Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten entscheidend für Fortschritte in der Früherkennung und Heilung von Krankheiten. Es stehen allerdings dank Entwicklungen wie der DSGVO deutlich weniger Daten zur Verfügung als möglich."Wir können deshalb eben nicht so umfangreich besser heilen, vorbeugen und erkennen, wie es eigentlich möglich wäre", sagt Duhr.

"Gewissermaßen sind die Akteure der EU mit einem Dilemma konfrontiert. Denn je mehr sie den Bürger vor Datenmissbrauch schützen wollen, desto stärker werden die positiven Aspekte ausgehebelt." Der BVDW fordert daher von den EU-Mitgliedsstaaten, bei der künftigen Regulierung stärker die Vorteile der Data Economy einzuplanen und zu nutzen. "Der Schutz von Verbraucherdaten ist immens wichtig", sagt Duhr. "Um den Zielen dieser Strategie Leben einzuhauchen, müssen wir aber insbesondere bestehende Regelungen wie zum Beispiel DSGVO und E-Privacy auch im Wettbewerbs- und Steuerrecht kontinuierlich überarbeiten und an sich dynamisch verändernde Märkte anpassen. Ansonsten werden wir in vielen Bereichen keinen nachhaltigen Fortschritt und Erfolg erzielen."

Belinda Duvinage mit dpa



Autor: Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.