"CEOs müssen heute selber Marken sein"

Wie es auch einfach geht, zeigt Fresenius-CEO Stephan Sturm. Zur COVID-19-Pandemie richtete er sich aus dem Home-Office per Laptop-Kamera direkt an seine Mitarbeiter:

Auch Telekom-CEO Tim Höttges weiß, wie man es besser macht. Seine selbstironischen Weihnachtsvideos sorgen nicht nur bei den eigenen Mitarbeitern für gute Laune:

Insgesamt jedoch zieht Michael Cramer, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Altcramer, ein ernüchterndes Fazit: "Die DAX-CEOs halten sich, was Bewegtbild-Content angeht, versteckt." Dies sei ein Fehler, denn CEOs müssten heute selber Marken sein und diese "emotional und öffentlickeitswirksam" vertreten. Bewegtbild biete hier die größten Chancen, sagt Cramer: "Es ist der beste Weg, um seine Stakeholder emotional anzusprechen und sich als modernen CEO zu positionieren."

Die Studie bemängelt nicht nur die Quantität der Videos - auch bei grundlegenden Dingen werde einiges falsch gemacht, heißt es. So sind Videos oft doppelt veröffentlicht, in deutscher sowie in englischer Sprache, statt Untertitel in verschiedener Sprache zu verwenden.



Autor: Maximilian Flaig

ist seit 2018 W&V-Redakteur und verbringt in dieser Funktion die meiste Zeit des Tages im Agenturressort. Dort versorgt ihn die kreativste Branche der Welt zuverlässig mit guten Geschichten - oder mit Zahlen für diverse Rankings. Sport- und Online-Marketing interessieren den gebürtigen Kölner besonders.