Mehr als 50 Millionen Datensätze

Im Gegensatz zu Ströer verfügt Otto vor allem über Login-Daten, weshalb der Onlinehändler genauere Kundenprofile erstellen kann und vor allem die Einkaufsgewohnheiten der Nutzer kennt. Ströers Expertise liegt dagegen im Vermarkten der Reichweiten. Aber auch die Daten von Ströers Webseiten fließen mit in den Datenpool.

Insgesamt will das neue Unternehmen "eine der größten Targeting-Reichweiten in Deutschland" mit mehr als 50 Millionen Datensätzen bieten. Darüber hinaus sollen Werbekunden von einer hohen Targeting-Qualität und Umfeld-Qualität profitieren, sagt Ahlers. "Und das bei maximalem Schutz der Daten für Kunden und Partner." 

Christopher Kaiser, CEO der Ströer Digital Group, freut sich über die Erweiterung seiner Datenbasis: "Die Vertiefung der Zusammenarbeit ist der nächste Schritt auf unserem Weg zum device-übergreifenden, crossmedialem Targeting entlang der Customer Journey innerhalb unseres Vermarktungs-Ökosystems."

Noch ist es aber vor allem eine Absichtserklärung. Denn die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus. Erst danach wollen beide Unternehmen mehr zu den Plänen, Produkten und den Personalien sagen. 



Autor: Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Chefredakteurin. Sie lässt sich von spannenden Marken- und Transformationsgeschichten begeistern und hat ein Faible für Digitalmarketing und Social Media. Neben der Contentstrategie treibt sie das Eventbusiness von W&V voran und steht selbst gern auf der Bühne. Sie liebt Reisen, Food und Fitness – und seit Corona auch wieder ihre alte Honda 500.