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Lesedauer 3 Min.

H&M entschuldigt sich für lange Lieferzeiten im Online-Shop

H&M leistet auf Facebook bei den Kunden Abbitte. Der Grund: die langen Lieferzeiten im Online-Shop der Schweden.
© W&V

H&M betreibt beispielsweise im Großraum München für die Urmarke zehn Shops - denn im Läden eröffnen waren die Schweden schon immer ganz schnell. Doch eine ganz andere Zahl treibt gerade die Kunden um. Denn die Anzahl der Tage, die ein Online-Besteller durchschnittlich auf seine Ware warten muss, ist für die Modebranche richtig hoch: Es sind inzwischen sieben bis neun Werktage. Das räumt die Bekleidungskette jetzt auf Facebook ein. Dort vertröstet H&M die Kunden und entschuldigt sich explizit. 

H&M schreibt:

"Wir möchten uns bei Euch für die Wartezeit auf Eure H&M Pakete entschuldigen. Aufgrund der hohen Kundennachfrage liegt unsere Standard-Lieferzeit aktuell bei 7-9 Werktagen. Bei einigen Ausnahmen kann die Lieferzeit noch ein wenig länger dauern. Dies ist in keinem Fall unser Anspruch und wir arbeiten auf Hochtouren daran Lösungen zu finden, dies kann jedoch teilweise etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten."

Ein Satz, der etliche H&M-Fans aufschreckt: "Bei einigen Ausnahmen kann die Lieferzeit noch ein wenig länger dauern." Über 1500 Kommentare haben sich allein in den ersten vier Stunden auf Facebook bereits angesammelt - überwiegend von frustrierten Kunden. Konsumenten beklagen sich auch darüber, dass die Alternative - die Express-Variante (5,49 Euro für 1-2 Tage) - nicht funktioniert. 

Im Online-Shop gibt H&M inzwischen als Standard (4,99 Euro/Versandkostenfrei für H&M Clubmitglieder) sieben bis neun Werktage an. Auch auf der Einstiegsseite warnt die Marke bereits vor den langen Wartezeiten - und entschuldigt sich auch hier. 

Die H&M-Strategie lautet lange Zeit vor allem: schnell, viele Filialen eröffnen.

Warum H&M florierendes Onlinegeschäft braucht

Die E-Commerce-Probleme kommen zu einer ungünstigen Zeit. Nach einer Marktstudie des Branchenfachblatts Textilwirtschaft fielen die Umsätze der stationären Modehändler zwischen Januar und Juni um zwei Prozent, die Kundenzahl verringerte sich um vier Prozent und die Zahl der verkauften Stücke sogar um fünf Prozent. Dabei trafen die Umsatzeinbußen nicht nur kleinere und mittlere Händler, auch der Modekonzern H&M etwa musste in Deutschland jüngst Erlösrückgänge von fünf Prozent hinnehmen. 

Zum Vergleich: Der Umsatz mit Bekleidung im Internet stieg nach Angaben des Bundesverbandes E-Commerce (bevh) im zweiten Quartal um neun Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. 

Einige Kunden nehmen die H&M-Probleme mit Humor. So fragt eine Facebook-Userin: "Liebes H&M-Team, wenn ich jetzt eine Winterjacke bestelle, kommt die dann pünktlich zum Winter an?" 

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