Jetzt ist Krieg und die Gefahr noch größer. US-Behörden haben in den vergangenen Wochen immer wieder vor "Tötungslisten" gewarnt, auf denen aus russischer Sicht Oppositionelle stehen sollen. Darunter auch LGBTIQ*-Aktivist:innen. Selbst wenn man diese Informationen nicht prüfen kann: Die Angst ist da. Schon in Tschetschenien hat es vor Jahren eine Verfolgungswelle gegenüber LGBTIQ* gegeben; insbesondere schwule Männer wurden verschleppt, gefoltert, getötet. Bis heute sind diese Verbrechen nicht aufgeklärt.

Hier könnt ihr helfen

Die Münchner Gruppe Munich Kyiv Queer ruft deshalb zusammen mit dem Bündnis Queere Nothilfe Ukraine zu Spendensammlungen auf. Sie unterstützen LGBTIQ*-Organisationen, die jetzt Schutzräume für queere Menschen einrichten, sie mit Unterkunft, Medikamenten und Lebensmitteln versorgen. Sie geben Soforthilfe für Menschen in Not und für Leute, die fliehen. Gestern habe ich einen Zwischenstand verkündet:

Wer uns helfen will, hilft uns. Wer lieber anderweitig spenden möchte, kann dies an vielerlei Stellen tun. Die Tagesschau hat hier eine wertvolle Liste zusammengestellt; und es gibt noch viel mehr solcher Angebote, die man im Netz leicht findet.

Man kann auch für Journalist:innen spenden, was uns als W&V natürlich ebenfalls ein Anliegen ist. Die Medien operieren weiter in der Ukraine, zum Teil 24 Stunden von Schutzbunkern und Kellern aus. Meine Lieblingsquelle für unabhängige Berichterstattung ist die Kyiv International, eine englischsprachige Publikation, die von sehr engagierten jungen Kolleg:innen gemacht wird. Ihr Durchhaltevermögen ist bewundernswert.

Wer die ukrainische Armee unterstützen möchte, findet hier eine Hilfsorganisation, die sich um die Ausstattung der kämpfenden Soldat:innen kümmert, auch darunter sind übrigens nicht wenige LGBTIQ*.

Wir danken euch für eure Unterstützung!


Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt. Seine Schwerpunktthemen sind Agenturstrategie, Kreation und UX. Privat engagiert er sich für LGBTQI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.