Unterbrecherwerbung lehnen die Befragten einhellig ab. Rund ein Viertel würde Werbung vor und nach dem Film oder der Serie noch am ehesten dulden. Etwa 14 Prozent nähmen Werbeinhalte jederzeit in Kauf, wenn diese mit einer "Überspringen"-Funktion versehen sind, wie man sie beispielsweise von YouTube kennt.

Ist ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell für ein werbefreies Programm die Abogebühr zu erhöhen? Die Zahlungsbereitschaft bei den Nutzer:innen scheint gering: 23 Prozent der Befragten würden bis zu fünf Euro im Monat mehr für ein werbefreies Programm bezahlen. Und nur zehn Prozent würden mehr als fünf Euro monatlich zusätzlich investieren. 

"Für viele Nutzer:innen ist die Werbefreiheit der Streaming-Plattformen ein ganz zentraler USP. Auch wenn Ergebnisse aus Befragungen nicht automatisch mit realem Verhalten gleichzusetzen sind, ist das Ergebnis der Umfrage doch eindeutig. Streaming-Plattformen sollten sich gut überlegen, ob sie ihren USP aufgeben. Werbung im Tausch für einen günstigeren Abopreis scheint zumindest aktuell in Deutschland nicht auf Gegenliebe zu stoßen. Im September werden wir uns in Köln im Rahmen der Dmexco auch vor Ort mit diesen Themen auseinandersetzen", kommentiert Prof. Dominik Matyka.    


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.