Das Ergebnis hat ihn dann doch selbst erstaunt: "Ich wusste, dass diese KI eine große Fähigkeit hat, stilistische Merkmale einer visuellen Sprache zu übertragen. Durch Training mit einer sehr großen Bilddatenbank hat Midjourney die visuelle Sprache von Bosch, Canaletto, Piranesi und Co. gelernt und ist in der Lage, originäre Inhalte zu produzieren, die diese nachahmen. Das Ergebnis war verblüffend: Nicht nur die Bildsprache und die Atmosphäre werden überzeugend übertragen, auch die Form und Materialität der Raumschiffe ändert sich je nach Künstler. Sie sind nicht einfach im Stil dieser Künstler gemalt, sondern als solche gestaltet."

Nassetti sieht sein Projekt als ersten von vielen Schritten: Die KI eröffne ihm "ganz neue Gebiete für die Erforschung von Kunst und Design und stellt gleichzeitig viele bestehende Ideen infrage, wie z. B. unsere Vorstellung von Autorität und Urheberrecht, die Beziehung zwischen Konzept und Entwicklung und die Rolle der Technik. Ich habe mich entschlossen, diese Bilder zu produzieren, um die laufenden Transformationen und neuen Horizonte zu diskutieren."

Das sind die Themen im heutigen Tech-Täglich am 11.7.2022:

M2 MacBook Air 2022 vs. M2 Pro 2022: Welches ist besser?

Fallen und Deals: Ab morgen Amazon Prime Days

KI-Wunder: Alien-Alarm um Hieronymus Bosch

Wall-Street-Veteran: Peloton droht Kursziel null Euro

Elon Musk noch lange nicht sat(t): Jetzt sticht er in See


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.