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Zum Aufsetzen: Lenovo bringt tragbares Nasen-Kino

Lenovo bringt eine Datenbrille, die bewusst auf Augmented Reality, Virtual Reality und das Metaversum verzichtet. Dafür streamt Netflix plötzlich riesengroß vor den Augen – quasi als tragbares Kino.
© W&V

Zum Aufsetzen: Lenovo bringt tragbares Nasen-Kino

Der Start der lange erwarteten AR/VR-Brille von Apple dürfte mindestens noch einige Monate entfernt sein. Doch nun prescht Lenovo vor. Die Datenbrille Glasses T1, die auf der IFA (Teil 1 der W&V-Vorschau) erstmals zu sehen ist, kommt früher als die Apple-Lösung – dafür ist sie technisch simpler und günstiger. Das China-Unternehmen mit IBM-Migrationshintergrund bringt einen auf der Nase tragbaren Micro-OLED-Bildschirm "für den mobilen Konsum von Inhalten". Wer beim Videostreaming oder auch beim Arbeiten ein größeres Bild sehen will, als es Smartphones, Tablets und PCs bieten, setzt die Lenovo-Brille auf – und hat den Content dann formatfüllend in Full HD und 60 Hz vor Augen. Also quasi ein tragbares Nasen-Kino für Netflix oder Disney+. AR, VR und das Zuckerberg-Metaverse sind damit aber nicht möglich. ArsTechnica staunt nach einem Probegucken über die Bildqualität: "Ich war beeindruckt, wie klar Text und Menüpunkte zu sehen waren."

Gute Bildqualität, schwierige Bedienung

Mit der Bedienung war Testerin Scharon Harding dagegen weniger glücklich. Denn die Lenovo-Brille läuft nur mit einem per Kabel angeschlossenen externen Gerät wie einem Smartphone. Darauf lässt sich die Wiedergabe per App steuern. Aber das klappt mit der schwarzen, undurchsichtigen Brille meist nicht ideal: "Ich musste oft auf das Handy herunterschauen, um zu sehen, wo ich auf dem Bildschirm gerade war." Die Glasses T1 laufen per USB-C-Anschluss mit Android-Handys, PC und Mac – sowie per Adapter auch mit iPhone und iPad. Der Start ist noch dieses Jahr in China und 2023 in weiteren Ländern geplant. Den Preis behält Lenovo noch für sich, hofft aber auf unter 500 Dollar.

Das sind die Themen von TechTäglich am 2. September 2022:

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