CMCX:
62 Prozent stören sich an werblichen Inhalten: die CMCX zeigt, was Content kann
Am 17. und 18. Juni findet die CMCX in Köln statt. Dabei geht es zwei Tage lang um moderne Content-Strategien, die richtigen KI-Tools und die Frage, wie man für die Zielgruppe sichtbar wird. Die beiden Programm-Gestalterinnen Manuela Pauker und Lena Herrmann verraten ihre Programm-Highlights.

Foto: Patrizio Demitri/W&V
Was ist heute eigentlich nicht Content-Marketing? Und warum braucht es dann überhaupt eine Konferenz, auf der es ausschließlich um Content Marketing geht? Diese Frage haben sich Manuela Pauker und Lena Herrmann auch gestellt. Die beiden sind verantwortlich für das Programm der Content Marketing Konferenz CMCX, die am 17. und 18. Juni für zwei Tage in Köln stattfindet. Im Gespräch miteinander diskutieren die beiden, welche Themen sie als besonders relevant sehen, worauf sie den Schwerpunkt gelegt haben und warum Marken verstehen müssen, dass Content nicht das Allheilmittel ist.
Lena Manuela, als wir das angefangen haben, die Themen für die CMCX zu sichten und zu definieren, haben wir schnell festgestellt: Kaum ein Unternehmen verzichtet heute noch auf Content Marketing. Und irgendwie ist inzwischen fast alles Content. Warum braucht es da überhaupt eine Konferenz zu dem Thema?
62 Prozent der Nutzer:innen stören sich an zu werblichen Inhalten
Manuela Weil das Thema durch die schiere Flut an Content nicht einfacher, sondern komplexer wird. Vor ein paar Jahren ging es noch darum, die Unternehmen zu überzeugen, dass Content funktioniert, auch wenn er nicht zu sofortigem messbaren Abverkauf führt. Inzwischen geht es um ganz andere Themen. Zum Beispiel darum, wie man durch die Masse an Assets überhaupt zu seiner Zielgruppe durchdringt. Und gleichzeitig werden die Nutzer:innen immer anspruchsvoller. In unserer im März 2026 zusammen mit Mawave veröffentlichten Studie zum Thema Social Media sagen 69 Prozent der Nutzer:innen, dass unauthentischer Content der Hauptgrund für ihr Desinteresse ist, und 62 Prozent stören sich an zu werblichen Inhalten.
Lena Richtig, und das Thema KI verschärft die gesamte Problematik ja noch. Zum einen gibt es tolle Tools, die die Erstellung und das Managen von Content so sehr vereinfachen, schneller und effizienter machen. Darüber sprechen wir nämlich auf jeden Fall auch auf der CMCX. Gleichzeitig geht es aber auch darum, dass man eine klare Strategie und gute Zahlen und Daten braucht, um überhaupt zu seiner Zielgruppe durchzudringen. Da haben wir tolle Cases am Start, die sehr hand-on zeigen, wie es funktionieren kann.
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Am 17. und 18. Juni triffst du in Köln Top-Content-Expert:innen u. a. von Jägermeister, PENNY, congstar, Lieken, Miss Germany. Du lernst, wie du mit Content, Strategie und KI mehr Impact erzielst.
Manuela Hast du da einen Tipp im Programm?
Lena Am ersten Tag beispielsweise haben wir Lidl auf der Bühne, die uns zeigen, was sie unter Real-Time-Marketing verstehen und wie sie nicht nur Internet-Phänomene aufgreifen und für sich nutzen. Sondern inzwischen sogar in der Lage sind, eigene Trends und Hypes zu kreieren. Ich sag nur: "Döner Croissant".
Manuela Da sprichst du etwas an: Die Langfristigkeit der Strategie ist essentiell wichtig. Einzelne Aktionen können zwar mal viral gehen. Aber Glaubwürdigkeit erlangt eine Marke nur, wenn sie mit einer langfristigen Strategie bei der Community punkten kann.
Lena Genau. Darüber spreche ich beispielsweise auf einem Panel zum Thema Culture, Community und Content mit Jan Flemming von Penny und Lisa Groening von H&M. Und Andrea Spielmann von Lorenz Snacks berichtet darüber, wie sie sich das erste Mal in die Hiphop-Community mit einer Kampagne gewagt haben und was sie daraus gelernt hat. Aber was sind deine Favoriten an den beiden Tagen?
Manuela: Zum einen ist da natürlich das Panel zum Thema KI, bei dem wir darüber sprechen werden, welchen Impact GenAI auf Content-Strategien hat und auch wo die Grenzen sind. Und ein großes Thema wird natürlich auch noch die Creator-Economy sein. Da haben wir einige tolle Beispiele auf der Bühne, beispielsweise von KitchenAid, die stark auf Influencer:innen setzen. Und Cosnova erläutert auch deren Zusammenarbeit mit Creators. Die verändert sich gerade enorm.
66 Prozent setzen auf persönliche Geschichten als Zugang zur Community
Lena: 57 Prozent der CMOs wollen den größten Teil ihres Marketingbudgets in Kooperationen investieren. Und auf Creator-Seite nennen 71 Prozent Mehrwert und 66 Prozent persönliche Geschichten als wichtigste Grundlage für funktionierende Beziehungen zur Community. Das fand zumindest der W&V-Social-Media-Report heraus. Und einen guten Draht zur Community wollen ja alle haben. Toyah Diebel von der Unterwäschenmarke Buttz zeigt beispielsweise, wie sie Social Media bespielt und wie sehr die Marke von ihr als Person lebt.
Manuela: Ganz besonders freue ich mich darüber, dass wir Miss Germany für den ersten Impuls des Tages gewinnen konnten, denn keine Marke ist ein besseres Beispiel dafür, wie man mit guten Geschichten und gutem Content eine Marke um 180 Grad drehen und verändern kann. Die CMCX in diesem Jahr wird richtig gut, ich freue mich wirklich sehr darauf.
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