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Erstes veganes Kitkat kommt in den Handel

Nach der Ankündigung 2021 kommt die neue Kitkat-Sorte endlich nach Deutschland. Das Produkt ist ein Baustein in Nestlés Nachhaltigkeitstrategie.
© W&V

Nestlé ist ja nicht unbedingt als herausragend nachhaltiges Unternehmen bekannt, bemüht sich aber wie viele andere in den vergangenen Jahre um eine Positionierung, die den Schweizer Konzern gewissenhafter dastehen lässt. So möchte der Nahrungsmittelhersteller nach eigenen Angaben auch Menschen dabei unterstützen, sich pflanzlicher zu ernähren. Das Unternehmen hat bereits in verschiedenen Kategorien pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten aus Reis, Hafer, Soja, Kokosnuss, Erbse und Mandeln eingeführt. Nun kommt der lang erwartete pflanzliche Kitkat-Riegel nach Deutschland.

Bereits Anfang 2021 präsentierte der Konzern den Kitkat V, führte ihn aber nur in ausgewählten Ländern ein. Ab 22. September wird er als Kitkat Vegan in deutschen Supermärkten erhältlich sein, vorerst nur in einigen Läden. Ab Januar 2023 wird die vegane Variante bundesweit im Handel im Regal stehen, dann auch als Dreier-Multipack. Produziert wird der ursprünglich im britischen York entwickelte Riegel ab sofort in Hamburg für Deutschland und weitere 14 Länder. Der Standort in Hamburg ist das größte europäische Schokoladenwerk von Nestlé. 

800.000 vegane Riegel pro Produktionstag

"Wir sind stolz, dass unser Team nach mehreren Kitkat-Innovationen der letzten Jahre erneut eine Neuheit für die internationale Bühne herstellt", sagt Maren Grisar, Produktionsleiterin Kitkat im Nestlé Chocoladen-Werk. "Gemeinsam mit der Werksmannschaft und unseren internationalen Kolleg:innen haben wir es in kürzester Zeit geschafft, die Produktion für Kitkat Vegan aufzusetzen. Pro Produktionstag laufen circa 800.000 Riegel der neuen Variante vom Band. Das ist die Krönung für das Jubiläumsjahr der Marke in Hamburg. Seit 50 Jahren stellen wir verschiedene Sorten des ikonischen Riegels her." Zum Vergleich: Die Produktionslinie schafft allein von der klassischen Variante täglich mehr als vier Millionen Riegel. 

28 Jahre bis zur Klimaneutralität

Die neue Variante des Kult-Riegels sieht aus wie der bekannte Klassiker und ist vegan zertifiziert. Für die Schokoladenkuvertüre werden unter anderem Milchalternativen aus Reis und Mais eingesetzt.

Nun aber zur eigentlichen Crux: Palmöl und Nestlé sind schon lange ein umstrittenes Thema. Der Konzern gibt aber an, dass der Kakao für das Kitkat Vegan zu 100 Prozent nachhaltig durch den Nestlé Cocoa Plan beschafft wird und von der Rainforest Alliance zertifiziert ist. Auch sei der CO₂-Fußabdruck von Kitkat Vegan um 18 Prozent niedriger als von der Milchschokoladen-Variante. Die Kohlenstoffreduzierung habe die Organisation Carbon Trust zertifiziert. Bis 2050 hat der Konzern nämlich das Ziel, in der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Also in 28 Jahren.

Viel weiter sind da schon Tony's Chocoloney und Ben & Jerry's, die erst kürzlich eine Partnerschaft gegen die Ausbeutung im Kakaoanbau und für eine nachhaltigere Produktion geschlossen haben. Eine Initiative, mit der sie auch weitere Unternehmen ermutigen wollen, sich anzuschließen.

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