US-Geheimdienste beschuldigen den Kronprinz, für den Mord des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich zu sein. Der Thronfolger hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Reformen vorangetrieben, die das Land und die Gesellschaft geöffnet haben. Regierungskritiker werden aber weiter massiv verfolgt. Und dann eine Fußball-WM? Die Diskussionen wären teilweise wie in Katar.

Homosexuelle Fußballfans seien in Saudi-Arabien willkommen, sagte Abdulasis im Interview bei Sky News. "Wir gehen nicht rum und fragen: Bist Du homo- oder heterosexuell." Es gebe jedoch in Saudi-Arabien Regeln, die jeder zu befolgen habe. Das gelte auch für Alkohol. "Wenn Du diese Regel nicht befolgen kannst, dann komm nicht." Auch aus Katar hatte es die Zusicherung gegeben, jeder sei willkommen. Zu Zwischenfällen allein wegen des Regenbogens kam es trotzdem, auch bei deutschen Fans.

Regenbogenfarben ausdrücklich erlaubt 

Der walisische Verband hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die FIFA bestätigt habe, dass Fanutensilien in Regenbogenfarben mit zum Spiel gegen den Iran am Freitag gebracht werden dürften. "Alle WM-Austragungsorte wurden kontaktiert und angewiesen, die vereinbarten Regeln und Vorschriften einzuhalten", teilten die Waliser mit, deren Fans in Teilen beim ersten Spiel in Katar Probleme mit Regenbogenhüten am Stadioneinlass gehabt hatten.

Homosexualität ist in Katar verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft. Entsprechend wird auch in Deutschland über die Sicherheit der LGBT-Community in Katar diskutiert worden. LGBT ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Oft werden auch die Varianten LGBTQ, LGBTQI oder LGBTQIA+ verwendet. Jeder Buchstabe steht für die eigene Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung.
Im Frühjahr hatte ein katarischer Sicherheitsverantwortlicher vor dem Zeigen der bunten Farben gewarnt hatte - weil er mögliche Angriffe befürchtet. Falls ein Fan "die Regenbogenfahne zeigt, und ich sie ihm wegnehme, geschieht dies nicht, weil ich sie wirklich nehmen will, um ihn zu beleidigen, sondern um ihn zu schützen", hatte Generalmajor Abdulasis Abdullah Al Ansari der Nachrichtenagentur AP gesagt. Die WM-Organisatoren erklärten daraufhin, dass sie Richtlinien des Weltverbandes diesbezüglich respektieren würden. (Jan Mies und Jan Kuhlmann, dpa/st)

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