Vor einiger Zeit hatte der Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Tom Buhrow, in einer vielbeachteten Rede einen ähnlichen Vorschlag gemacht und von einem Runden Tisch gesprochen. Seit dem RBB-Skandal um Vetternwirtschaftsvorwürfe an der Senderspitze ist Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk wieder lauter geworden. 
Schenk sagte auch, es könnte für mehr Effizienz bei der Wirtschaftlichkeit eine Art Bonus- und Malus-System in den Medienhäusern etabliert werden. Die Länder wollen, dass die Häuser effizienter wirtschaften. 

Einheitliches Controlling-System gefordert

Im Beschluss der Klausur heißt es auch: "Anstaltsübergreifende Zusammenarbeit muss der Regelfall werden. Darüber hinaus sollen die Anstalten ein gemeinsames und einheitliches Controlling-System zur Steigerung der Ressourceneffizienz erarbeiten."

Der nordrhein-westfälische Medienminister Nathanael Liminski (CDU) teilte mit: "Die Rundfunkkommission hat sich in ihrer Klausur entschlossen gezeigt, die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zügig und zielgerichtet voranzutreiben." Klar sei, dass die Anstalten selbst kurzfristig einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Systems leisten könnten und müssten.

Vom ZDF hieß es in einer Reaktion: Man begrüße das "klare Bekenntnis der Länder zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zum publizistischen Wettbewerb zwischen ZDF und ARD". Das ZDF werde sich in den angekündigten Reformprozess einbringen und ihn mitgestalten. Der Sender in Mainz verwies auch auf einen selbst bereits vor einem Jahr gestarteten Strategieprozess für eine umfassende digitale Transformation. Zudem betonte der Sender: "Das ZDF verfügt als nationaler Sender über eine effiziente Organisation und ist mit den beiden Digitalkanälen ZDFneo und ZDFinfo, die beim jüngeren Publikum erfolgreich sind, schlank aufgestellt." (dpa/st)


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