DDB hat in Hamburg beim ADC einen Grand Prix für "Uncensored Playlist" für Ärzte ohne Grenzen gewonnen, dazu achtmal Gold, achtmal Silber und elfmal Bronze für Arbeiten wie "Highlight the remarkable" (Stabilo), Whatsapp Comedy (Telekom) und "SayYes to the World" (Lufthansa).

Die Herausforderer

Serviceplan allerdings kommt auf Platz sieben unserer ADC-Rangliste. Es ist kein Geheimnis, dass die Agenturgruppe international stets besser abschneidet als in Deutschland, wo viele Kreative stets ein besonders kritisches Auge auf die Arbeiten aus München haben. "Man gönnt uns das Schwarze unter den Nägeln nicht", hat Hauptgeschäftsführer Florian Haller dazu mal gegenüber W&V gesagt.

Platz sieben also mit zwei Gold, drei Silber und zwölf Bronze für Kampagnen wie "Die legendäre Bierdose" (Beck's) und Dot.Mini. Hier ein Film dazu:

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Nach DDB folgen Heimat (u.a. "Schwitz es raus", Hornbach, "Unfollow me", Laut gegen Nazis, "Flowers Talking", Bloomy Days), dann schon Kolle Rebbe (u.a. Petas "Eye to Eye") und Scholz & Friends (u.a. Grand Prix für Berliner Philharmoniker mit "UmOrdnung"), die dieses Jahr wieder dabei sind. Die Hamburger Agentur Kolle Rebbe steht seit der Übernahme durch Accenture Interactive unter verschärfter Beobachtung, was ihren kreativen Output angeht. Alle drei Firmen sind beim ADC traditionell stark, Heimat funktioniert auch international gut.

Antoni, (u.a. "In the long run" für Mercedes) die sich vergangenes Jahr zum ersten Mal in großem Maßstab beim ADC präsentiert hatten, kommen 2019 nur auf Rang sechs. Vermutlich haben sie gezielter eingereicht.

Achtungserfolge erzielen Ogilvy (u.a. "No need to fly" für Deutsche Bahn) und Rocket & Wink (u.a. Fritz Kola). BBDO (u.a. "Reden kann leben retten", Caritas) kommt auf Platz zehn.

Die Aussteiger

Ernüchtert sein dürften dagegen Grabarz & Partner, Grey und Havas, die gar nicht mehr in der Spitze vertreten sind.

Hier die Übersicht:

Agentur

Grand Prix

Gold

Silber

Bronze

Punkte

DDB

1

8

8

11

110

Heimat

 

4

9

23

106

Kolle Rebbe

 

3

9

16

86

Scholz & Friends

 

4

7

16

84

Interactive Media Foundation, Artificial Rome

1

5

2

5

56

Antoni

 

4

5

4

52

Serviceplan

 

2

3

12

48

Ogilvy

 

4

2

5

42

Rocket & Wink

 

1

6

3

36

Demodern

 

3

3

3

36



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.