McCann führt neue Opel-Modelle ein

In den vergangenen Monaten habe Opel die Marke weiter als "deutsche", "nahbare" und "begeisternde" Marke profiliert. Ab dem kommenden Jahr, dem 120. Jubiläumsjahr der Automobilproduktion bei Opel, soll der Schwerpunkt nun wieder stärker auf den Modellen liegen. Eingeführt werden der neue Corsa und Vivaro.

Für Ruber Iglesias, CEO der McCann Worldgroup Germany in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin, und seinen Kreativchef Sebastian Hardieck ist die Sache ein Riesenerfolg. Klar, sie hatten Aldi Nord gewonnen als Vorzeigekunden, auch die Zahlen stimmen längst wieder. Aber an Glanz hat es zuletzt gefehlt. Mit Opel strahlt die Marke wieder. Hardieck hat sich immer einen Autokunden gewünscht, wie er schon bei Amtsantritt in einem Interview mit W&V erzählte:

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Für Scholz & Friends und Heimat - erst seit 2016 an Bord - ist der Verlust ein krasser Einschnitt - schon imagemäßig. Womöglich werden beide Agenturen auch Personal abbauen müssen. Scholz & Friends führt die Marke von Hamburg aus in über 30 Ländern. Um die zehn Prozent Umsatz kommen vom Kunden. Die Agentur hat mit Kampagnen von "Umparken im Kopf" bis "Die Zukunft gehört allen" über Jahre versucht, Opel neu zu positionieren. Geht es nach CEO Frank Michael Schmidt, war die Automarke zuletzt auf einem guten Weg, zu Ende gehen dürfen sie ihn nun nicht. Gubitz bedankte sich bei Heimat und Scholz & Friends.

Auf McCann kommt viel Arbeit zu. Die Zulassungszahlen von Opel gehen zurück. Auch an Marktanteil hat Opel verloren. Der neue Marketingchef von Opel, Xavier Duchemin, wird entsprechend hohe Erwartungen haben. 


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.