Ein neues Design zu schaffen, ist ein kreativer Akt, den man zumindest in absehbarer Zeit nicht an eine Maschine delegieren kann.

Zitat: Michael Lanz

Es ist wie mit der Musik: Natürlich kann ein Computer per Algorithmen Tonabfolgen erzeugen oder sogar durch die Analyse der Hits der letzten Zeit ein ähnliches Musikstück komponieren. Doch was dabei herauskommt, ist im besten Fall eine Variante von bereits hinlänglich Bekanntem. Etwas noch nie da Gewesenes, eine wirklich innovative oder gar disruptive Leistung, kann nur der Mensch mit seiner gesamten, logischen und emotionalen Intelligenz vollbringen. In diesem Sinne wird der Designer sicher einer der letzten durch künstliche Intelligenz ersetzbaren Berufe sein, denn er ist der finale Entscheider im gesamten Kreativ-Prozess.

Transformation der Berufsbilder: Wie viel „Wall-E“ wollen wir?

In dem Computeranimationsfilm "Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf", wird der Mensch als konsumabhängiges, von Robotern automatisiert bedientes, aber absolut antriebs- und arbeitsloses Wesen skizziert. Auch wenn das in meinen Augen (noch) eine Dystopie ist, sollten wir bereits heute fragen: Inwieweit wollen wir unser Denken immer mehr Algorithmen oder einer künstlichen Intelligenz überlassen und was wollen wir weiterhin lieber selbst machen? Hierauf müssen Designer – aber auch die Gesellschaft als Ganzes – eine Antwort geben, wenn wir uns nicht "überflüssig" machen wollen.


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W&V Redaktion
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