Unbefristete Stellen in Deutschland :
Amazon plant über 2000 neue Jobs

Großes Recruiting bei Amazon: Mehr als 2000 Softwareentwickler, Sprachwissenschaftler, Logistik-Experten, Personal- und IT-Spezialisten werden gesucht. 

Text: Petra Schwegler

Offenbar geben zu wenig Interessierte Suchanfragen bei Amazon Jobs ein ...
Offenbar geben zu wenig Interessierte Suchanfragen bei Amazon Jobs ein ...

Als Jobmaschine präsentiert sich Amazon: Der Onlinehändler verkündet am Freitag, dass er in Deutschland bis Ende des Jahres über 2000 neue unbefristete Stellen in Deutschland schaffen und hierzulande dann mehr als 18.000 Mitarbeiter beschäftigen will.

Vor allem durch den Ausbau des Berliner Standortes mit einem Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie Amazon Web Services (AWS) und zur Unterstützung von Services wie Amazon Fresh, Alexa oder Prime Video sollen neue Jobs entstehen. Amazon sucht dafür "Berufseinsteiger ebenso wie erfahrene Fachkräfte mit unterschiedlichsten Qualifikationen, wie Softwareentwickler, Sprachwissenschaftler, Logistik-Experten, Personal- und IT-Spezialisten".

Gelockt werden potenzielle Mitarbeiter von Amazon mit "wettbewerbsfähiger Bezahlung und Zusatzleistungen wie kostenfreier Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung oder Mitarbeiter-Aktien".

Womit Amazon neue Mitarbeiter lockt

Zum Jahresauftakt machte sich Amazon bereits auf die Suche nach nach neuem Personal bei der Bundeswehr, um deutsche Offiziere für die Logistikzentren zu begeistern. Jetzt versichert der Arbeitgeber Amazon: 

"Amazon bietet auch in den Logistikzentren wettbewerbsfähige Löhne und umfangreiche Zusatzleistungen ab dem ersten Tag. Alle festangestellten Mitarbeiter verdienen nach zwei Jahren umgerechnet mindestens 12,21 Euro brutto pro Stunde.
Darüber hinaus bietet Amazon Zusatzleistungen wie leistungsbezogene Prämien, eine Sonderzahlung zu Weihnachten und Mitarbeiter-Aktien. Mit diesen Extras verdient ein festangestellter Mitarbeiter nach zwei Jahren durchschnittlich 2621 Euro brutto im Monat.
Hinzu kommen eine kostenlose Lebens- sowie Berufsunfähigkeitsversicherung, die Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge und Personalrabatte. Die Kantinen der deutschen Logistikzentren werden von Amazon bezuschusst und kochen frisches, gesundes Essen zu niedrigen Preisen. Zusätzlich bietet Amazon innovative Programme wie Career Choice an, in dessen Rahmen Amazon die berufliche Ausbildung der Mitarbeiter in den Logistik- und Kundenservicezentren fördert.
Amazon übernimmt 95 Prozent der Kosten für bundesweit anerkannte Kurse. Die Obergrenze liegt bei 8000 Euro pro Angestelltem in einem Zeitraum von bis zu vier Jahren."

Nicht alle sind glücklich mit dem Arbeitgeber Amazon

Auch wenn das  Karrierenetzwerk LinkedIn kürzlich Amazon in der Liste der "Top Companies" für Deutschland auf Rang drei jener Unternehmen eingeordnet hat, bei denen Arbeitnehmer arbeiten wollen – immer wieder ruft Verdi zu Streiks auf, um auf (aus Sicht der Gewerkschaft) verbesserungswürdige Arbeitsbedingungen zu pochen. Seit 2013 liefert sich die Gewerkschaft einen Tarifstreit mit dem Internetversandhändler um die Konditionen für die Beschäftigten in den Logistikzentren des Konzerns. Verdi fordert einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen kontert, man zahle am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei. 

Amazon verfügt über 30 Standorte in Deutschland. Der US-Internetgigant beherrscht nach einer Studie des Handelsverbandes Deutschland (HDE) inzwischen fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels. Insgesamt entfielen 2017 rund 46 Prozent der E-Commerce-Umsätze in der Bundesrepublik auf die deutsche Tochter des US-Konzerns. 

Eine immer größere Rolle beim Erfolg des US-Konzerns spielt laut HDE der Amazon Marketplace, der virtuelle Marktplatz des Unternehmens, auf dem auch andere Händler ihre Produkte verkaufen können. Auf ihn allein entfiel im vergangenen Jahr demnach ein Viertel der gesamten deutschen E-Commerce-Umsätze. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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