In der 2. Bundesliga gibt es zwei Live-Pakete: Eins enthält das Spiel am Samstagabend zur neu eingeführten Anstoßzeit um 20.30 Uhr (Paket G), das andere umfasst alle weiteren Begegnungen der 2. Bundesliga am Freitagabend, Samstagnachmittag (Anstoßzeit 13.30 Uhr) und Sonntag (Paket F).

Drei zusätzliche Free-TV-Spiele

Auch die Free-TV-Rechte wurden ausgebaut. So gibt es jetzt drei zusätzliche Begegnungen: Mit dem Saisoneröffnungsspiel, der letzten Hinrunden-Begegnung und dem Rückrunden-Auftakt der Bundesliga sowie dem Supercup und allen Relegationsspielen werden künftig sechs Partien im frei empfangbaren Fernsehen live gezeigt. In der 2. Bundesliga ist künftig auch das Saisoneröffnungsspiel zusätzlich zu den Relegationsspielen zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga Bestandteil des „Free-Live“-Pakets.

Insgesamt enthält die Ausschreibung sieben Live- und sieben Highlight-Pakete zur Nutzung von audiovisuellen Rechten an 617 Spielen je Saison. Im Audio-Bereich gibt es zwei Pakete, jeweils eins für die Verwertung über UKW und über Web/Mobile.

Die Rechteinhaber haben zudem die Möglichkeit, digitale Angebote schneller und passgenauer für die jeweilige Zielgruppe zu erstellen. So dürfen Video- und Audio-"In-Match-Clips" von Erwerbern der Pay-Live-Pakete noch während der laufenden Partie verbreitet werden.

Nutzerorientierte Verbreitung

Pay-Highlight-Clips sind erstmals direkt nach Abpfiff zu nutzen und Highlight-Sendungen können erstmals im Nachgang zum Beispiel als Mediathek-Angebot on demand  verfügbar gemacht werden. Bis zu drei "Free-Clip-Pakete" ermöglichen Erwerbern die Bewegtbild-Berichterstattung auf Abruf ab Montag nach dem Spieltag.

"Unser Rechte-Portfolio ermöglicht den Erwerbern eine zeitgemäße und nutzerorientierte Verbreitung der entsprechenden Inhalte. Dabei setzt die DFL auf digitale Innovationen und höchste Präsentationsqualität aller Spiele", so DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Neu ist auch ein "Digital out of Home"-Angebot: Dieses berechtigt zur Vorführung audiovisueller Inhalte über digitale Werbe- und Informationssysteme. Ein konsequenter Schritt der DFL – immerhin wächst der Markt zügig. In Deutschland gibt es derzeit über 100.000 digitale Außenwerbeflächen, und ihr Anteil am Out of Home-Markt wird weiter zunehmen.

Mehr potenzielle Käufer

Und wer wird die Rechte nun kaufen? Fest steht: Die Zahl der Interessenten nimmt stetig zu. Sichere Kandidaten sind der Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland, aber auch der Sport-Streaming-Dienst Dazn greift bei der Rechtevergabe im Sport immer häufiger zu.

Und auch andere Streamer gesellen sich zum Kreis der und potenziellen Käufer: Amazon Prime überträgt ab der Saison 2021/22 bereits Spiele der Champions League, zugleich sicherte sich die Deutsche Telekom für ihr Entertainment-Angebot die Rechte an der Europameisterschaft 2024 – und stach damit, zumindest bis zur wahrscheinlichen Vergabe von Sub-Lizenzen,  die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF aus.

Welches Abo sich die Fußball-Fans künftig zulegen müssen, um bei der Bundesliga ab 2021 dabei zu sein, steht voraussichtlich im Mai diesen Jahres fest – dann will die DFL bekannt geben, wer welches Paket erworben hat.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde