Was dank Kairion möglich wird

Jens Mittnacht, Geschäftsführer Advertising Platform Solutions, fasst zusammen, was der Neuzugang bietet: "Kairion vereint die zielgruppengenaue Ansprache mit einer hohen Expertise im Data-Bereich und bietet so neben hohen Reichweiten für digitale Werbeangebote auch wertvolle Zielgruppen-Insights – etwa zu konkretem Kaufinteresse. Perspektivisch profitiert davon auch unsere Zukunftstechnologie Addressable TV, so dass wir unseren Werbepartnern künftig eine Aussteuerung ihrer Kampagnen bieten können, die noch zielgerichteter und damit effizienter ist."

ProSiebenSat.1 verstärkt sich mit Kairion auch im Online- und Offlinehandel: Für den stationären Handel bietet das Unternehmen etwa mit Marktguru eine entsprechende Plattform, Konsumenten bis zum PoS zu begleiten. Kairion dagegen lotst die Käufer komplementär auf E-Commerce-Plattformen.

Wie ProSiebenSat.1 künftig zu Daten kommt

Doch allein auf Kairion verlässt sich die ProSiebenSat.1 Group künftig nicht beim zielgerichteten Vermarkten: Im Herbst 2017 wurde bereits eine Daten-Kooperation mit der Retail Media Group (RMG) vereinbart, um auf Basis pseudonymisierter Kundendaten aus dem RMG-Handelspartnernetzwerk - unter anderem Media Markt, Saturn, Real und Thalia - noch zielgenauere Targeting-Produkte anbieten zu können. Auch mit dem Onlinehändler Zalando sammelt ProSiebenSat.1 Handelsdaten.

Im Adtech-Bereich zählen neben Kairion unter anderem die deutsche Holding Virtual Minds, das Video-Advertising-Netzwerk Smartstream.TV, der Content-Marktplatz Glomex sowie – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung – die Influencer-Markting-Plattform Buzzbird und das Social-Advertising-Unternehmen Esome zum Konzern. Unter anderem über das europäische Joint-Venture EBX stellt sich der Konzern bei Data Marketing zudem international auf.

Wird im Frühjahr 2018 die geplante ePrivacy-Verordnung der EU kommen, ist das Sammeln von Daten über Cookies kaum mehr möglich. Jeder Nutzer soll demnach jedem Daten-Cookie nachweisbar zustimmen. Das könnten allenfalls Unternehmen leisten, die über harte Login-Mechaniken verfügen wie Google und Facebook. Tracking über Third Party Cookies und Drittfirmen wäre dann passé.

Im W&V-Dossier zum Thema finden Sie wichtige Fakten zum Nachlesen.


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W&V Redaktion
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