Person des Monats
KI-Expertin Stefanie Polster: "Es gibt keine einseitige Abhängigkeit!"
Wenn Effizienz dank KI zum Standard wird, müssen wir bessere Entscheidungen treffen. Mit dieser These waren Stefanie Polster und W&V-Redakteur Conrad Breyer für den W&V-Podcast "The Perfect Match" ins Gespräch gegangen.
Polster meint, dass, wenn alle über dieselben KI-Tools verfügen, Geschwindigkeit und Perfektion keine Wettbewerbsvorteile mehr sein können. Vielmehr müsse es jetzt darum gehen, zu entscheiden, wie man die Menschen da draußen überhaupt erreicht: mit welchen Produkten, welchen Botschaften, welchem Content. Und dafür müssten Unternehmen und ihre Agenturen lernen, ihre Daten besser zu lesen.
Das Problem ist nur: Das Wissen in Unternehmen ist selten systematisch erfasst oder leicht zugänglich. Datensilos sind ein Problem, weiß Polster. Selbst Menschen können Silos sein. Es braucht Monate, bei Führungspositionen gar Jahre, um das Wissen wieder einzufangen, das verloren geht, wenn Mitarbeitende ihren Posten aufgeben. Und nicht zuletzt seien Menschen kognitiv gar nicht in der Lage, mehr als drei bis fünf Gegebenheiten gleichzeitig zu betrachten, wenn sie etwas beschließen wollen.