Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

5 Gründe, warum Bestandskunden so wertvoll sind

Bestandskunden bilden die Geschäftsgrundlage jedes erfolgreichen Unternehmens – das gilt in digitalen Zeiten mehr denn je. Wir zeigen, warum Anbieter ihre Kommunikation verstärkt auf bestehende Kunden ausrichten sollten.
wuv.png
© W&V

Erfolgreiche Unternehmer wissen: Neukunden kosten Geld – aber Bestandskunden bringen Geld. Warum ist das so? Während potenzielle neue Kunden mit viel Aufwand und umworben werden müssen, kann bei Bestandskunden auf eine funktionierende Beziehung und eine erkenntnisreiche Kundenhistorie aufgebaut werden. Bei Neukunden heißt es: in Aufmerksamkeit investieren. Bei Bestandskunden können sich Unternehmen dagegen darauf konzentrieren, die bestehende Beziehung zu verbessern und die Loyalität weiter zu steigern.

Die hohe Bedeutung der Bestandskundenkommunikation haben viele Unternehmen bereits erkannt: Laut Dialog Marketing Monitor 2018 der Deutschen Post richtet jedes dritte Unternehmen seine Werbung gezielt an Bestandskunden. Bei Handelsunternehmen und bei Dienstleistern liegt der Anteil der Bestandskundenwerber sogar bei jeweils rund 40 Prozent. Unter den großen Werbungtreibenden mit einem Unternehmensumsatz von mehr als 25 Millionen Euro richten sogar über 60 Prozent ihre Werbung gezielt auf bestehende Kunde aus. Lesen Sie im Folgenden, warum Bestandskunden so wertvoll sind:

1.)  Bestandskunden verursachen weniger Aufwand und Kosten als Neukunden.

Der Aufwand, den ein Unternehmen betreiben muss, um einen Neukunden zum Kauf zu bewegen, ist um ein Vielfaches höher als die Kosten, die für Begleitung und Loyalisierung von Bestandskunden entstehen. Experten gehen davon aus, dass es mindestens fünfmal teurer ist, einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen bestehenden Kunden zu halten.

2.)  Bestandskunden haben größere Warenkörbe und sorgen für höhere Wertschöpfung.

Durch gezieltes Kundenbeziehungsmanagement können Unternehmen ihre Wertschöpfung steigern. Denn treue Kunden kaufen öfter – und haben meist größere und wertigere Warenkörbe. Zudem sind loyale Kunden, so die Unternehmensberaterin Anne Schüller, weniger preissensibel und haben eine bessere Zahlungsmoral. Damit sorgen treue Bestandskunden auch für eine höhere Planungssicherheit.

3.)  Bestandskunden erlauben zielgenauere Kommunikation und werthaltigeren Dialog.

Ganz gleich, ob es der lokale Händler ist, der seinen seit Jahren bestens bekannten Kunden maßgeschneiderte Angebote macht, oder der E-Commerce-Betreiber, der den Nutzern mittels Marketingautomation individuell passende Printmailings verschickt: Der Dialog mit Bestandskunden kann weitaus zielgerichteter und relevanter gestaltet werden als die Ansprache potenzieller Neukunden. Auf Basis von vorliegenden Kundendaten und Nutzerprofilen – verstärkt auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz – lässt sich so ein werthaltiger Dialog mit Bestandskunden aufsetzen.

4.)  Zufriedene Bestandskunden empfehlen Produkte und Marken an andere Nutzer weiter.

Empfehlungen zufriedener Kunden sind für Unternehmen heute mehr denn je überlebenswichtig. Ob in Social Media oder im realen sozialen Umfeld: Zufriedene Bestandskunden sind gerne bereit, Marken und Produkte weiterzuempfehlen und als „Markenbotschafter“ aufzutreten. Die Bestandskundenpflege mittels relevanter Kommunikation, Serviceangeboten und After-Sales-Betreuung steigert die Chance, dass Nutzer Empfehlungen aussprechen – ein wesentlicher Erfolgsfaktor in gesättigten Märkten.

5.)  Bestandskundenansprache ist datenschutzrechtlich unkomplizierter und profitiert von Vertrauen.

Die neuen Datenschutzbestimmungen haben den Dialog von Unternehmen mit Nutzern nicht gerade vereinfacht. Nach wie vor unbedenklich und wesentlich unkomplizierter als die Ansprache von Neukunden ist – sofern bestehende gesetzliche Datenschutzbestimmungen eingehalten werden – die Kommunikation mit Bestandskunden. Abgesehen von diesen rechtlichen Gesichtspunkten profitiert die Bestandskundenkommunikation ganz besonders auch von dem Vertrauen, das im Laufe der Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und Kunden entsteht. Übrigens: Postalische Kundenadressen sind – im Gegensatz zu E-Mail-Adressen – auch nach dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) unproblematisch einzusetzen.

 

Text: Christof Lippert

Vom Briefmailing zur Social-Interaktion: So geht Kundendialog

Mehr zum Thema

Relevanter One-to-One-Impuls statt hoher Reichweite, individuell auf den Nutzer zugeschnittene Inhalte statt massentauglicher Botschaften: Welche Maßnahmen gehören zum Dialogmarketing? Fest steht: Dank Digitalisierung ist heute so viel Kundendialog wie noch nie.

Zum Beitrag

Zum Content Hub Dialogmarketing

Neueste Beiträge

Virale Solidarität
WuV Community Icon Red Baron Pizza: Wie ein Internet-Prank einen Mitarbeiter reich machte
Ein Instagram-Prank bringt in den USA den Mitarbeiter eines Tiefkühlpizzaherstellers an seine emotionalen Grenzen. Das Netz sammelt Hunderttausende Dollar für ihn, und die Pizzamarke reagiert mit einem Post, der sehr vieles sehr richtig macht.
5 Minuten
30. Okt 2026
Mediamanagement
WuV Community Icon Warum der Mediaplan mit KI-Agenten beweglicher wird
In den meisten Unternehmen wird das Media-Budget noch immer einmal im Jahr verteilt – auf Basis von Vorjahreswerten, Agenturempfehlungen und Erfahrung. Gleichzeitig ändern sich Preise, Reichweiten und Nachfrage im Tagesrhythmus. Datengetriebene Modelle und KI-Agenten versprechen, diese Lücke zu schließen. Doch bevor Agenten Budgets verschieben können, müssen Werbungtreibende ein älteres Problem lösen: Sie wissen oft nicht genau, was ihre Werbung wirklich kostet und was sie bewirkt.
6 Minuten
Sportstreaming & Werbung
WuV Community Icon Warum die Zukunft des Live-Sports nicht nur im Abo liegt
Sportfans brauchen für alle Spiele ihres Lieblingsvereins heute oft mehrere Abos. Gleichzeitig läuft immer mehr Live-Sport kostenlos und werbefinanziert.  Bérangère Degni-Rezé, Head of TV Plus EMEA bei Samsung Ads, erklärt, wer einschaltet und was Marken davon haben.
9 Minuten
30. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Studie
Die 10 liebsten Mineralwassermarken der Deutschen
Nur Kaffee trinken die Deutschen häufiger als Wasser. MDR-Werbung (MDRW) und das IMK Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung haben ermittelt, wer was trinkt und welche Marken am beliebtesten sind.
3 Minuten
24. Mär 2016
TechTäglich
Liste: Die beliebtesten Vinyl-Platten aller Zeiten
Heute in TechTäglich: Das Portal money.co.uk und die Musikdatenbank Discogs haben aktuell ein spannendes Ranking erstellt. Welche Schallplatten sind weltweit besonders populär? Überraschung: Die Stones fehlen.
3 Minuten
Führungswechsel
Kapten & Son: Die Gründer treten ab
Der Uhrenhersteller Kapten & Son bekommt neue Chefs: Alexander Glörfeld und Marian Paul übernehmen die Geschäftsführung. Die Gründer treten ab und kümmern sich um neue Aufgaben innerhalb der Gruppe.
3 Minuten
12. Nov 2020
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige