Neue Monetarisierungsmodelle als Heilmittel gegen Abo-Müdigkeit

Auch auf die Frage, wie das Streaming-Preismodell der Zukunft aussehen könnte, hat die Beratung eine Antwort. Denn während 40 Prozent der deutschen Nutzer:innen den Preis noch vor Sparwunsch (38 Prozent) und Zeitmangel (25 Prozent) als Hauptgrund für ihre Kündigung angeben, kann ein Großteil durch das richtige Angebot zum Bleiben überzeugt werden. Ganze 36 Prozent wollen von einer Kündigung absehen, sollte ihr Anbieter die Preise senken. Im Gegenzug würden sie dann Werbeeinblendungen akzeptieren. 71 Prozent bestätigen bereits jetzt, dass Werbung kein Grund sei, ihr Netflix-Abo zu kündigen.

"Neue Monetarisierungsmodelle können für Anbieter ein Weg sein, nicht noch mehr Kunden zu verlieren", so Jäger. "Eine monatliche Subscription Fee plus Werbung oder ganz andere Hybrid-Modelle, die man zum Beispiel aus dem Musikstreaming wie bei Spotify schon seit längerem kennt, sind zumindest aus Nutzersicht nun auch im Streaming für Filme, Serien und Co. denkbar: Denn Werbung ist tatsächlich kein Kündigungsgrund, zu hohe Preise hingegen schon."

Was die Streaming-Anbieter nun tatsächlich tun sollen oder werden, bleibt offen. Denn Umfragen wie diese gibt es mittlerweile unzählige. Oft mit sich widersprechenden Ergebnissen. Eine ebenfalls kürzlich veröffentlichte Umfrage zu dem selben Thema der Dmexco beispielsweise ergab, dass die Akzeptanz der Nutzer:innen in Streamingdiensten sehr gering sei.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.