Weitere Zusagen betreffen einen "diskriminierungsfreien" Zugang zur Teilnahme am Prime-Programm von Amazon, über das Abo-Kunden auch Artikel anderer Händler kostenlos geliefert bekommen. Prime-Händler sollen auch selbst auswählen können, mit welchem Versanddienst ihre Waren zugestellt werden.

Und in der sogenannten "Buy Box" mit hervorgehobenen Artikeln solle neben dem Gewinner der Auktion auch der zweitplatzierte Händler Platz finden, wenn sein Angebot bei Preis oder Lieferung erheblich anders ist. Das Verfahren bezüglich der Buy Box und dem Verkaufsmodell "Prime" wurde im November 2020 eröffnet. Auch hier könnte Amazon mit den getroffenen Zusagen die angedrohte Kartellbuße in Milliardenhöhe abwenden.

Nun werde bis zum 9. September die Meinung der Amazon-Rivalen zu den Zusagen eingeholt, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Danach werde man diese auswerten und darauf basierend eine Entscheidung im Herbst treffen. Amazon betonte, man sei mit "etlichen" Schlussfolgerungen der Kommission zwar weiter nicht einverstanden, habe aber konstruktiv daran gearbeitet, ihre Bedenken auszuräumen. Ob Amazon seine Zusagen auch einhält, müsste ein von der Wettbewerbsbehörde beauftragter Treuhänder überwachen. (rom mit dpa)


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.