Heizen

Ob die 30 bis 40 Prozent Energieeinsparung, die die Hersteller smarter Thermostate versprechen, realistisch sind, hängt vom Einzelfall ab. Je älter und schlechter gedämmt eine Wohnung oder ein Haus ist, desto größer ist das Potenzial. 53 Prozent der Nutzer berichten, dass ihr Verbrauch durch das smarte Heizen "eher gesunken oder deutlich gesunken" ist. Bei einem Drittel ist die Technik für einen Vergleich noch nicht lange genug installiert. Die Geräte ersetzen das bisherige Thermostat und regeln die Temperatur mit einem kleinen Stellmotor per App oder direkt an der Heizung. Die Installation dauert auch für Laien nur wenige Minuten, Wasser tritt keines aus. Und wenn die Heizung mit einem Tür- oder Fenstersensor vernetzt ist, schaltet sie sich beim Öffnen automatisch aus – und danach wieder ein. Der Münchner Hersteller Eve setzt mit seinem Thermostat "Thermo" (75 Euro) auf Apple-Umgebungen, ein zusätzliches Steuergerät ("Bridge") ist nicht nötig. Ebenfalls aus München kommt das Tado V3+, das als Starterkit mit Thermostat und Bridge 130 bis 150 Euro kostet. Beim AVM Fritzdect 302 (85 Euro) dient ein Fritzbox-Router als Zentrale.

Licht

Philips bietet neuerdings nicht nur die Leuchten seiner Erfolgsmarke "Hue" an – sondern auch simplere Geräte unter dem Namen "WiZ". Sie brauchen keine Bridge als Steuergerät, sondern sind per WLAN vernetzt. Das kann in Einzelfällen zu Aussetzern führen, läuft im Alltag aber in aller Regel problemlos. WiZ-Leuchten kosten meist höchstens die Hälfte eines vergleichbaren Hue-Modells. So gibt es eine Lampe für die gängige E27-Fassung mit regelbaren Farben von WiZ schon um die 13 Euro.

Staubsaugroboter

Clevere Robos irren nicht im Zufallsmodus durch die Wohnung, sondern orientieren sich per Laser oder Kamera. So wissen sie genau, wo sie schon gesaugt haben, und wo noch nicht. 2022er-Sieger bei Warentest ist der Miele RX3 Scout Home Vision (Note 2,1, 640 Euro), der auf Hartböden sehr gut saugt, und auf Teppich zumindest noch befriedigend. Spar- und Preistipp ist der 360 S7 PRO für rund 280 Euro, der auf Hartböden mit Note 1,6 fast so gut reinigt wie der Testsieger.

Ikea

Die Schweden verkaufen nicht nur Billy-Regale, sondern haben sich auch zum Spezialisten für günstige Smart-Home-Geräte gemausert. Drahtlose Leuchten (Schwedisch: "Trådfri") gibt es ab 8 Euro, smarte Rollos ("Kadrilj") ab 120 Euro und Luftreiniger mit App-Steuerung ("Starkvind") für rund 150 Euro – alles spürbar günstiger als bei der Konkurrenz.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.