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Stirbt Twitter? Elon Musk macht sich Sorgen

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Elon Musks Twitter-Angst und mit dem Apple-Wachstum in 40 Sekunden.
© W&V

Stirbt Twitter? Elon Musk macht sich Sorgen

Das Twitter-Engagement von Elon Musk bleibt eine höchst unterhaltsame Tech-Seifenoper. Nachdem sich der Tesla-Chef 9,2 Prozent der Anteile am Kurznachrichtendienst gesichert hatte, sollte er zunächst in den Twitter-Verwaltungsrat einrücken. Am frühen Montagmorgen deutscher Zeit wurde nun bekannt, dass aus dem Verwaltungsratssitz nichts wird. Das gab Twitter-CEO Parag Agrawal in einem Tweet bekannt. Er schreibt: "Elon Musk hat sich entschlossen, nicht in unseren Verwaltungsrat einzutreten." Und weiter heißt es: "Ich glaube, das ist das Beste. Wir haben und werden immer Wert auf die Beiträge unserer Aktionäre legen, ob sie nun im Verwaltungsrat sitzen oder nicht. Elon ist unser größter Aktionär, und wir werden weiterhin auf seinen Input hören."

Doch mehr als 14,9 Prozent Anteile?

Die Hintergründe sind zunächst unklar. Allerdings hätte Musks Einzug in den Verwaltungsrat laut The Verge bedeutet, dass der reichste Mensch der Welt nicht mehr als 14,9 Prozent an Twitter erwerben kann – solange er diese Position hält. Diese Vereinbarung war offenbar bei der Anteilsübernahme getroffen worden. Nun wäre der Weg für eine noch größere Beteiligung offen. Seit Musk das 2,89 Milliarden Dollar schwere Aktienpaket Anfang April übernommen hat, postet er in schöner Regelmäßigkeit Tipps und Anmerkungen in Sachen Twitter – unter anderem mit einer Umfrage zur umstrittenen Bearbeitungs-Funktion von Tweets und mit dem Ratschlag, den Firmensitz in San Francisco als Unterkunft für Obdachlose zu verwenden. Denn: "Dort arbeitet ohnehin niemand mehr."

Taylor Swift und Justin Bieber als Twitter-Faulpelze

In seinem jüngsten (Troll)-Statement ließ Elon Musk jetzt wissen, dass er sich große Sorgen um die Zukunft seines Investments macht. Er fragt sogar provokativ: "Stirbt Twitter?" Grund: Die zehn größten Accounts "twittern selten und posten sehr wenig Inhalt". Dazu teilt Musk eine Liste mit Promi-Namen wie Barack Obama, Justin Bieber oder Taylor Swift, die zwar Millionen von Followern haben, die aber tatsächlich nicht allzu fleißig twittern. So hat Sängerin Swift seit Januar 2022 nichts mehr gepostet, und Kollege Bieber hat im kompletten Jahr 2021 nur einen Tweet abgesetzt. Zumindest der Twitter-Promi auf Platz acht versorgt seine 81 Millionen Follower aber fleißig mit frischem Content. Er heißt: Elon Musk.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 11. April 2022:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

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