Geht es ums Allgemeinwohl, müssen die Accounts in direkten Kontakt mit Tiktok treten

Nun gibt es jedoch Anlässe, in denen Regierungen Zugang zu Anzeigendiensten benötigen, wie es zum Beispiel bei der Bewerbung von Förderkampagnen rund um die Eindämmung von Covid-19 der Fall war. Unter bestimmten Umständen werden Regierungen, Politiker:innen und Parteien die Möglichkeit haben, Werbung zu schalten. Allerdings müssen sie hierfür in direkten Kontakt mit Tiktok treten.

Darüber hinaus wird den besagten Konten auch der Zugang zu anderen Monetarisierungsfunktionen verwehrt. Was bedeutet, dass sie weder Geld schenken noch verschenken können, kein Trinkgeld geben oder annehmen können, keinen Zugang zu E-Commerce Funktionen haben und auch nicht für den Creator Fund infrage kommen. In Kombinationen mit den bereits bestehenden Richtlinien bedeutet dies, dass Konten von Regierungen, Politiker:innen und Parteien größtenteils künftig kein Geld mehr über Tiktok's Monetarisierungsoptionen erhalten oder investieren können, was auch für die Bewerbung ihrer Inhalte gilt.

Auch Spendenaufrufe sollen eingedämmt werden

Die Plattform kündigt außerdem an, dass die Richtlinien in den kommenden Wochen weiter dahingehend geändert werden, dass Werbung für Wahlkampfspenden untersagt sind. Dazu gehören Videos von Poltiker:innen, die um Spenden bitten oder politische Parteien, die auf die Spendenseite ihrer Homepage verweisen.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.