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Lesedauer 2 Min.

Keine Vernichtung: Adidas verkauft den Yeezy-Bestand

Seit der Trennung von Rapper Kanye West sitzt Adidas auf einem gigantischen Berg der begehrten, von West entworfenen Yeezy Boost-Schuhe. Lange wurde spekuliert, was mit den Schuhen passieren wird. Jetzt hat Adidas entschieden.
© W&V

Im Oktober hatte Adidas seine Zusammenarbeit mit dem Rapper Kanye West beendet, nachdem dieser sich wiederholt antisemitisch geäußert hatte. Die Entscheidung hat sich Adidas nicht leicht gemacht – vor allem wohl wegen der beträchtlichen wirtschaftlichen Konsequenzen, denn die von West entworfenen Yeezy Boost-Schuhe sind für Adidas ein riesiger Verkaufserfolg gewesen. Seit der Trennung und dem damit verbundenen Verkaufsstopp sitzen die Herzogenauracher auf einem Berg unverkaufter Schuhe und es war lange Zeit unklar, wie Adidas das Problem lösen will. Jetzt verkündete Adidas-Chef Björn Gulden auf der Hauptversammlung in Fürth, man werde die Ware nicht etwa verbrennen oder verschenken, sondern verkaufen. Die Erlöse würden an Organisationen gespendet, die Kanye West mit seinen Äußerungen verletzt habe. 

Unklar bleibt bislang noch, wann der Verkauf startet und wie Adidas mit Kanye West verbleibt, dem Provisionen an allen Verkäufen von Yeezy Boost-Schuhen zustehen. Unterm Strich erscheint die von Adidas gefundene Lösung richtig, denn auch wenn das Verhältnis zwischen Adidas und West zerrüttet ist, ist die Vernichtung von Millionen nagelneuer Schuhe absolut nicht zu verantworten.         

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