Die grelle Out of Home-Kampagne besteht aus zehn Bildern, die von der OkCupid-Kreativagentur Mekanism mit Unterstützung von Sabio und Toilet Paper kreiert wurden und in Berlin, Hamburg und München auf Straßenbahnen, Bussen, Plakatwänden, Litfaßsäulen und auf Plakaten in der ganzen Stadt und in U-Bahn-Stationen zu sehen sind. Also dort, wo normalerweise Werbung für Konkurrent C-Date hängt. Begleitet wird der Launch von einer Guerilla-Marketing-Aktion von Ambermedia vor Restaurants, Fitnessstudios und Buchläden.

Die Motive werden dort mit Kreide modifiziert sowie als in der Nähe von Clubs und Bars auf Wände projiziert. Außerdem gehen sie mit LED-Bikes auf Tour. Auch die Claims sind dann etwas modifiziert und dem Ort beziehungsweise dem Anlass angepasst: "Date jemanden, der♥die genauso ein Foodie ist wie du" oder "Date jemanden, der♥die genauso sportlich ist wie du" bis hin zu "Date jemanden, der♥die genauso eine Nachteule ist wie du".

Die eingefügten Eigenschaften basieren auf den Antworten im Fragenkatalog der App.

Die eingefügten Eigenschaften basieren auf den Antworten im Fragenkatalog der App.

Was will der Claim wirklich sagen?

Laut OkCupid soll die Kampagne Singles ermutigen, zu ihren Wünschen und Partnervorstellungen zu stehen. So ganz klar wird das beim Betrachten der Motive allerdings nicht. Der Claim und all seine Modifizierungen wirken eher wie eine simple Aufforderung, sich zu registrieren. Dennoch lobenswert, dass OkCupid versucht, dem Thema "zwischenmenschliche Beziehungen" mehr Bedeutung beimessen will. Denn die Plattform hat ähnlich wie Tinder einen eher zweifelhaften Ruf als Sex-App.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.