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Lesedauer 3 Min.

Amazon: Aufregung um Mindestbestellwert

Es rappelt im Karton: Auf einer Amazon-Kundenservice-Seite tauchte plötzlich eine satte Preiserhöhung beim Mindestbestellwert für Gratislieferungen auf. Die Nervösität bei Kundinnen und Kunden ist mehr als verständlich.
© W&V

Etliche Kundinnen und Kunden trauten ihren Augen nicht: Auf der Kundenservice-Seite versteckte der weltgrößte Onlinehändler Amazon eine neue Regelung. 39 Euro sei künftig für NICHT-Prime-Mitglieder die Höhe des Mindestbestellwerts für Gratislieferungen. Zuvor waren es 29 Euro. Das wäre eine "heimliche" Preiserhöhung um satte 35 Prozent! Die Aufregung war groß, doch nun dementiert Amazon plötzlich die neuen Preise. Gegenüber Heise betont der Konzern, der Mindestbestellwert habe sich nicht geändert und liege weiter bei 29 Euro. Der ursprüngliche Bericht von CaschysBlog sei falsch, das gelte auch für alle anderen Berichte. Inzwischen hat Amazon den Wert auf der Kundenservice-Seite wieder von 39 auf 29 Euro geändert: "Abweichende Angaben, die kurzzeitig auf unserer Hilfeseite angezeigt wurden, sind falsch." 

Bleibt die Frage, wie die Preisänderung von 29 zu 39 Euro auf der Website zustande kam. Ein technischer Fehler? Oder – und das ist jetzt die große Angst von Kundinnen und Kunden: Wurde der Preisanstieg voreilig kommuniziert, obwohl er noch gar nicht offiziell werden sollte?

 

Über Jahre hatte Amazon nicht an den Versandkostenpreisen gedreht. Sie lagen konstant zwischen 3 und 5 Euro. Ob der Mindestbestellwert noch lange bei 29 Euro bleibt, ist nun die spannende Frage, denn der Konzern hat mit massiven Problemen zu kämpfen. 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren im Januar ihren Job. Mehr als 2022 angekündigt worden war. Im Dezember hieß es noch, man müsse 10.000 entlassen. 18.000 ist eine traurige Rekordmarke: Noch nie wurden so viele Menschen auf einmal bei Amazon entlassen. Die Firmenprobleme spüren übrigens auch Prime-Kunden seit Sommer 2022. Damals hob Amazon den Preis für ein 1-Jahres-Prime-Abo von 69 auf 89 Euro an. Wer monatlich bezahlt, wird mit 8,99 statt 7,99 Euro zur Kasse gebeten und kommt über den Jahresverlauf dann sogar auf 107,88 Euro.

Das sind die Themen in TechTäglich am 31.1.2023:

iPad-Revolution: Apple will Konkurrenz zusammenfalten

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