Unsichere Zeiten für Musikerinnen und Musiker

Wer bei Amazon gezielt einzelne Tracks hören will oder auf 3D- und HD-Sound Wert legt, benötigt weiterhin ein Abo für Music Unlimited ab 8,99 Euro im Monat. Was das erweiterte Amazon-Streaming für Musikerinnen und Musiker bedeutet, und wie viel Geld ihnen bei diesem Modell bleibt, muss die Zukunft zeigen. Wenn nun bei Spotify, Deezer oder Apple Music viele Kunden abspringen und sich mit Amazon Prime begnügen, dürfte das die Einnahmesituation aber eher noch weiter verschlechtern. Gerüchteweise, so The Verge, bereitet auch Tiktok den Start eines eigenen Musikstreamingdienstes vor.

Komplett überarbeitete Musik-App

"Als Amazon Music zum ersten Mal für Prime-Mitglieder startete, boten wir einen werbefreien Katalog mit zwei Millionen Songs an, was zu dieser Zeit für Musikstreaming völlig einzigartig war", erklärt Amazons Musikchef Steve Boom zum Start. Nun sei es Zeit für den nächsten Schritt. Parallel dazu hat Amazon seine Musik-App umfangreich überarbeitet – unter anderem mit einer neuen Vorschaufunktion für Podcasts, die es Nutzern mit kurzen Soundschnipseln erleichtern soll, frische Inhalte zu entdecken.

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Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.