Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Netflix-Plan: Schluss fürs günstige Einstiegs-Abo

Nutzerinnen und Nutzer von Netflix sollen entweder Werbung schauen oder mehr bezahlen. Beides wäre dem US-Streamer lieb. Deshalb streicht er jetzt seinen Basis-Tarif – zunächst in Kanada, aber weitere Länder könnten folgen.
© W&V

Netflix-Plan: Schluss fürs günstige Einstiegs-Abo

Und Tschüss: Netflix will sein werbefreies Einstiegs-Abo offenbar streichen. In Kanada, das dem Streamingdienst immer wieder als Testmarkt dient, ist der günstige Basis-Tarif für Neukunden jetzt heimlich, still und leise verschwunden, berichtet TechCrunch. Bestandskunden dürfen ihn zunächst weiter nutzen. Weitere Länder wie Deutschland könnten folgen. Darauf deutet auch hin, dass Netflix den Tarif in den USA zwar noch anbietet – ihn in der Auflistung seiner Abos aber zunächst versteckt. Wer ihn sehen will, muss eigens auf "Alle Abos" klicken. In Deutschland kostet das Basis-Abo, das jetzt wackelt, 7,99 Euro im Monat. Es bietet seit einiger Zeit HD-Bildqualität – aber nur in der niedrigeren Auflösung 720p und nur für einen Nutzer gleichzeitig.

Kunden sollen mehr bezahlen – oder Werbung schauen

Der US-Streamer dürfte mit einer Abschaffung gleich zwei Ziele verbinden: Kundinnen und Kunden sollen entweder auf das Basis-Abo mit Werbung für 4,99 Euro im Monat umsteigen, das ebenfalls mit 720p streamt, aber keine Downloads erlaubt. Das würde das Werbegeschäft von Netflix pushen, das bereits 2024 weltweit auf über 1,9 Milliarden Dollar anwachsen soll. Oder sie rüsten auf das Standard-Abo mit Full HD (1080p) und für zwei Geräte auf, das 12,99 Euro kostet. Davon würden die Abo-Einnahmen profitieren.

Netflix-Angst vor zu vielen Billig-Abos

Womöglich steckt auch die Angst dahinter, dass die Ein-Personen-Beschränkung des Einstiegs-Abos für viele Nutzerinnen und Nutzer jetzt gar kein Problem mehr darstellt – denn Personen außerhalb des eigenen Haushalts dürfen laut "Netflix-GEZ" ohnehin nicht mehr mitschauen. Damit und immerhin mit HD-Bildern könnten zu viele aufs Billig-Abo umsteigen.

Das sind die Themen von TechTäglich am 27. Juni 2023:

Neueste Beiträge

Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026
Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026
Tiktok-Brand des Monats
WuV Community Icon Von Ski Aggu bis Jo Gerner: Lidls Strategie für maximale Markenrelevanz
Lidl verdichtet Rap, Internetkultur und TV-Nostalgie zu einem wirkungsvollen Markenauftritt. Dahinter steckt kein Aktionismus, sondern eine Social-Media-Strategie, die Community, Verkauf und langfristiges Brand Building zusammendenkt.  
6 Minuten
15. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige