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Lesedauer 5 Min.

Spiele, Musik, Serien: 15 Tipps für die Oster-Feiertage

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V: Heute mit 15 Tipps für die Oster-Feiertage und dem Youtube-Skandal um Fake-Autounfälle für Klicks.
© W&V

Ostern bitte kein Ei-nerlei! Vier freie Tage für die Meisten von uns, wer will sich da nicht entspannen? Mit den W&V-Tipps wird Ostern zum Fest. Jeweils fünf Empfehlungen aus den Bereichen Spiele/Musik/Serien. Frei nach dem Motto: Lieber was auf die Augen und Ohren als ein Ei-nerlei.

Serien-Tipps

1. The White Lotus (Sky/Wow): Allein dafür lohnt für einen Monat ein Sky-Abo. Drama, Satire, Comedy, eine Serie wie das Spiegelbild einer verkorksten Gesellschaft. Die erste Staffel heimste mit Recht zehn Emmy-Awards ein und ist besser als die zweite. Trotzdem sind beide ein Must-Guck. Vor allem wegen Jennifer Coolidge.

2. Ich bin dein Mensch (ARD Mediathek): Alle reden über ChatGPT und Künstliche Intelligenz. Maria Schrader griff das Thema schon 2021 auf. In den Hauptrollen: Maren Eggert, Dan Stevens als KI und Sandra Hüller. Seiner Zeit voraus, amüsant, aber auch beängstigend. Daten wir so in Zukunft?

3. Slow Horses (Apple TV+): Zwei Staffeln aus dem britischen Geheimdienstmilieu. Doch diese Agenten sind Trottel, die vom britischen Inlandsgeheimdienst wegen diverser Vergehen ausgemustert worden sind. Sie fristen ein scheinbar trauriges Dasein in einem schmierigen Hinterhofbüro. Doch sie sind aktiver als ihre Chefs es sich ausmalen. Brillant: Gary Oldman als Jackson Lamb.

4. Sound of Metal (Amazon Prime Video): Der Schlagzeuger einer Heavy-Metal-Band verliert plötzlich sein Gehör und versucht doch, seine Zukunft als Musiker zu retten. Klasse in diesem Film: Riz Ahmed, der 2016 schon in der Mini-Serie "The Night of" begeisterte, den die Meisten aber wohl aus "Rogue One: A Star Wars Story" kennen.

5. Bad Sisters (Apple TV+): Die bisher beste Serie bei dem noch jungen Streamingdienst aus Cupertino. Wie die Garvey-Schwestern einen nervigen Ehemann um die Ecke gebracht haben könnten, ist das eine. Wer die Täterin war, das andere. Schwarzer Humor und herrlicher Spaß aus Irland. Staffel 2 ist schon in Arbeit – man kann es kaum erwarten!

Spiele-Tipps

1. How we know we're alive (3,49 Euro für iOS): In dem wunderschön animierten Point-and-Click-Adventure mit anrührender und tiefgründiger Story kehrt die Schriftstellerin Sara nach 10 Jahren Abstinenz wieder in ihre kleine schwedische Heimatstadt zurück. Ihre Mission: herauszufinden, welche Tragödie ihrer besten Freundin passiert ist und ihr tragisches Schicksal zu untersuchen.

2. Linea – An innerlight game (gratis für iOS/Android): Wer Spiele wie "Monument Valley" liebte, kommt an "Linea" nicht vorbei. Ziel eines jeden Levels ist es, dem Licht den richtigen Pfad zu zeigen. Die Charaktere verfügen jeweils über eine eigene Geschichte. In jedem der Level gilt es, alle Teile mit dem Licht zu verbinden. Entspannend und unterhaltsam.

3. Finding Hannah (2,49 Euro für iOS/Android): Eine ideale Kombi aus Daddeln und Anspruch. Oft fühlen sich Game-Mechaniken ja recht sinnlos an, zumal die Story der Spiele meist von den Entwicklern nicht richtig ausgesponnen wird. Hier ist das Gegenteil der Fall: Das Wimmelbild-Puzzle mit Lerneffekt ergründet, warum Hannah schlecht gelaunt ist.

4. Stuffo the Puzzle Bot (3,89 Euro für Android/5,99 Euro für iOS): Knifflige Rätsel für Pixel-Fans. Wer auf Knobeleien im Pixel-Look steht, findet hier in 65 Leveln viele Aufgaben, bei denen die Gehirnwindungen quietschen.

5. Terra Nil (gratis für Netflix-Abonnenten/iOS und Android): So wie die ersten menschlichen Zivilisationen entwickelt man in diesem Aufbau-Spiel aus unfruchtbarem Land eine florierende Ackerlandschaft, um die herum Dörfer und Gemeinden entstehen. Ein Kernthema ist dabei Recycling: Die entstehenden Siedlungen sind nicht dauernd und statisch, sondern entwickeln sich immer wieder neu. Dafür kommen futuristische Maschinen zum Einsatz, die Materialien der Natur verarbeiten können.

Musik-Tipps

Alle erwähnten Alben finden sich bei Spotify und Apple Music.

1. Everything but the Girl sind wieder da. 24 Jahre gab es kein Studioalbum des 1982 gegründeten Duos – obwohl Tracy Thorn und Ben Watt verheiratet sind (oder gerade deshalb?). "Fuse" erscheint zwar erst am 17. April komplett, doch drei Singles gibt es vorab. Anspieltipp: "Run a red light".

2. Daughter. Am Karfreitag kommt endlich das dritte Album des britischen Indie-Folk-Trios Daughter um Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella heraus. Sieben Jahre dauerte es vom Vorgänger "Life is strange" bis zum neuen Werk "Stereo Mind Game". Schon die erste Vorab-Single "Be on your way" war ein Volltreffer.

3. Suir: Die deutsche Band Suir aus Köln ist noch ein Geheimtipp. Sie beschreibt sich selbst als "Shoegazing band with cinematic atmosphere". Ihr neues Album "Not all of your pain is self chosen" präsentiert melanchonischen Cold Wave für Jünger von Joy Division, Bauhaus und Co.  

4. The Blaze. "Jungle", das zweite Album des französischen Dance-Electronic-Duos, bestehend aus den Cousins Guillaume und Jonathan Alric, funktioniert als Gesamtpackung am besten in der Kombi aus Audio und Video. Jeder Clip ist auch ein audiovisuelles Kunstwerk. Keine komplizierten Textzeilen, fast jeder Song ein Ohrwurm, Sommerbeats im April. Und wer den Song "Eyes" hört, erkennt ihn sofort aus dem Radio wieder, vermutlich ohne zu wissen, dass "The Blaze" dahinterstecken...

5. Kerala Dust: Das neue Album des in 2016 in London gegründeten Trios heißt "Violet Drive". Aus gutem Grund! Die Band beschreibt ihre Musik am besten selbst: "Fahrgeräusche für späte Nächte; oder vielleicht bist du auf einer Straße irgendwo in der westlichen Hemisphäre, und ein glänzendes neues Auto fährt zu schnell an dir vorbei, wie etwas aus einem Hochglanzmagazin, und bevor du dich versiehst, ist es wieder weg." Könnten die neuen LCD Soundsystem werden. Anspieltipp: "Pulse VI".

TechTäglich nimmt dann am Dienstag wieder wie gewohnt Fahrt auf. Frohe Ostern!

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