Aquarium

Die Maske gehört zum Reisegepäck wie Sonnenbrille und Handtuch.

 

Wir sind dieses Jahr schon einmal verreist. Am 8. Februar kamen wir aus dem Neujahrsurlaub in Thailand zurück. Seither waren nur gut zwei Monate vergangen. Insofern war es nicht so sehr das Urlaubsgefühl, das uns überwältigt hat. Vielmehr war es das Gefühl, wieder frei reisen zu dürfen. Freiheit! Ohne Maske am einsamen Strand joggen, Meeresluft atmen. Im Hotel bestand weiterhin Maskenpflicht. Jeden Morgen, bevor wir ans Frühstücksbuffet durften, wurde auch die Temperatur gemessen. Es war erträglich.

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Der Traum vom Reisen und die Quarantäne 

Das Reiseangebot in China ist immer noch deutlich reduziert. Doch meines Wissens sind alle Reiseziele in Festland-China erreichbar. Als wir über die Ostertage geflogen sind, waren nur wenige Flugzeuge am Start. Chinesen haben keine Osterferien, es war also keine typische Reisezeit. Normalerweise reiht man sich mit dem Flugzeug in eine lange Schlange zur Startbahn ein, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, geht ein Flieger nach dem anderen im Minutentakt hoch. Wir hatten lediglich zwei weiter Flugzeuge starten sehen.

Corona

Entspannen von und mit Corona

Auch die Hotels sind wenig ausgelastet. Hainan lebt ausschließlich vom Tourismus. Als wir dort waren, war das Hotel maximal zu einem Drittel belegt. Auch ein paar der zahlreichen Pools waren geschlossen. Inzwischen soll der Flugverkehr wieder über 40 Prozent des alten Niveaus erreicht haben. Über die fünftägige Ferienzeit soll es 90 Millionen Reisen in China geben, im Vergleich zu 195 Millionen im letzten Jahr. Chinesische Familien schauen sich vermehrt wieder nach Reisezielen um, wenngleich das Ausland aktuell noch unerreichbar scheint. 

Grundsätzlich sind Reisen ins Ausland möglich. Doch Europa und besonders die USA nehmen Chinesen als wenig sicher wahr. Eine viel größere Hürde ist jedoch, dass jeder Passagier, der wieder nach China einreist, für 14 Tage in Quarantäne muss. Für Ausländer gilt noch immer das Einreiseverbot. Würde ich jetzt nach Deutschland fliegen, wüsste ich nicht, wann ich in Shanghai wieder ins Büro könnte. 

Noch ist das Virus freier als wir Menschen und reist, wohin es will. Doch die Türen zur Freiheit sind wieder einen Spalt offen. Und so werben auch Reiseanbieter und Reiseorte um Touristen. Welche Medien im Kommunikationsmix besonders gefragt sind, Online, TV, Print – darüber berichte ich in der nächsten Kolumne. Bleibt gesund.


Stefan Justl

Stefan Justl verantwortet als General Manager das Geschäft von Storymaker in China. Die Kommunikationsagentur sitzt in Tübingen, München, Berlin, Beijing und Shanghai. Direkt vom Shanghai-Homeoffice aus berichtet er nun zweimal pro Woche auf wuv.de über die Auswirkungen von Corona in China, den Umgang mit der Krise und wie es dort jetzt weitergeht. Den Pilot der Serie "Arbeiten in Shanghai: 45 Tage Corona-Schockstarre" lesen Sie hier. Hier geht's zu den Beiträgen über Einkaufendie Gesundheits-App , SchutzmaskenHomeschoolinghilfreiche Appssaubere LuftTeleshoppingdeutsche Unternehmen in ChinaHumorBüroalltag und Marketing



Autor: W&V Leserautor

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