Weitere Gründe für die starke Ergebnissteigerung in Deutschland sind - neben der Einbringung von Ligatus in Outbrain und dem wachsenden Digitalgeschäft - innovative Magazingründungen wie das Barbara-Schöneberger-Magazin Barbara. Ebenfalls einen positiven Beitrag leisteten einige klassische Segmente wie die Wissenstitel (Geo) und die effizientere Produktion von Magazinen. Der marktbedingte Rückgang im Vertriebs- und Printanzeigengeschäft ließ sich so überkompensieren.

Die Content Alliance wirkt

Besser lief es auch für G+J Frankreich, dessen Ergebnis deutlich über Vorjahr liegt. Verantwortlich dafür war unter anderem die Ergebnisentwicklung der Digitalgeschäfte. Weitere Bereiche performten etwas gebremst: Die DDV Mediengruppe konnte ihren Umsatz leicht steigern, das Ergebnis lag unter anderem kostenbedingt unter Vorjahr. Der Content-Communication-Anbieter Territory lag in Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr. 

Im Rahmen der Bertelsmann Content Alliance übernahm G+J eine führende Rolle bei der Steuerung der Zusammenarbeit aller Inhaltegeschäfte von Bertelsmann. Erste bereichsübergreifende gemeinsame Formate wie die Mosaic-Polarexpedition und der Crime Day wurden entwickelt und erfolgreich vermarktet.  

"Unsere Stammgeschäfte sind auf der Höhe der Zeit, wir entwickeln mit Mut und Kreativität viel Neues, und das Digitalgeschäft wächst stark: So steuern wir Gruner + Jahr seit sieben Jahren", so die Bilanz von Gruner + Jahr-CEO Julia Jäkel.  Sie hoffe nun, "zügig und ohne allzu große Beeinträchtigungen durch die allgemeine Corona-Krise hindurchzukommen, um diesen Weg fortzusetzen."



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde