Am Ende geht es doch um Content

Eine Ersparnis ist also durchaus drin, wenn man andere Möglichkeiten wie etwa das monatlich kündbare Sky Ticket für knapp 10 Euro - das allerdings auch vom Nutzungskomfort her weniger bietet - nicht haben möchte. Bestandskunden können ihr derzeitiges Sky Entertainment-Abo auf Wunsch einfach updaten lassen.

Für die beiden Häuser steht nach eigener Aussage das inhaltliche Angebot im Mittelpunkt: "Am Ende läuft es doch darauf hinaus, den besten Content zu liefern", so Marcello Maggioni, Chief Commercial Officer von Sky Deutschland.

Auch Rene Rummel-Mergeryan, Director Business Development von Netflix, sieht in der Partnerschaft mit Sky Deutschland eine große Chance: "Netflix soll überall dort sein, wo es der Kunde erwartet." Derzeit sind das weltweit nach seinen Angaben 1700 Plattformen weltweit; monatlich wird Netflix auf rund 500 Millionen Geräten aktiv genutzt. Und das, so seine Prognose, sei nur der Anfang: "Wir stehen am Anfang einer radikalen Entwicklung, da ist noch viel mehr möglich." Zudem würde das Angebot der beiden Konzerne sich sehr gut ergänzen, es sei "ein strategischer Fit."

Mehr deutsche Eigenproduktionen

Lokale Eigenproduktionen sollen den Zuspruch zusätzlich verstärken. Netflix hat hier aktuell einiges an Projekten im Köcher: Neben "Dogs of Berlin" sind die zweite Staffel der ersten deutschen Netflix-Eigenproduktion  "Dark" sowie die Serie "Die Welle" in Arbeit.

Ebenfalls in Planung: "Tribes of Europe", "Don’t try this at home", "Skylines", "The Barbarians" und eine noch namenlose Weihnachts-Serie, die aber wohl erst 2020 zu erwarten ist – wie auch einige der anderen Projekte.

Sky Deutschland wird das neue Angebot im Rahmen der anstehenden Weihnachtskampagne kräftig im Publikumsmarkt bewerben. Künftige gemeinsame Kampagnen mit Netflix will Maggioni nicht ausschließen; akut geplant sei derzeit aber nichts in dieser Richtung.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde