Vaunet zieht Bilanz
Streaming wächst – doch der Kampf ums Abo wird härter
Die Zahlungsbereitschaft für Bewegtbild bleibt weiter hoch. Und das, obwohl aufgrund von Inflation, allgemein steigenden Lebenshaltungskosten und nicht zuletzt der wachsenden Zahl von Streaming-Anbietern der Euro im Haushaltsbudget längt nicht mehr so locker sitzt. Das ist die aktuelle Bilanz von Vaunet, dem Verband der privaten Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland.
Zwar liegt der erzielte Umsatz von 5,5 Milliarden Euro im Markt für Pay-TV und kostenpflichtiges Video-Streaming 2025 unter den noch im Vorjahr prognostizierten 5,8 Milliarden Euro. Der Grund: Man habe die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht vollständig richtig eingeschätzt, sagt Vaunet-Geschäftsführer Frank Giersberg.
Werbefinanzierte Abos verzerren die Bilanz
Was die Bilanz außerdem etwas verzerrt: Werbeerlöse blieben hier außen vor. Da werbefinanzierte Abos üblicherweise weniger kosten als werbefreie Varianten, erlösen sie auch weniger – was aber durch die Werbegelder kompensiert werde. Diese Entwicklung gilt auch für 2026; dann erwartet Vaunet im Abo-Bereich ein leichtes Plus von 1,3 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.
Auffällig: Während die Zahl der Bezahl-Abos weiter zunimmt, wächst der Umsatz langsamer. Für 2026 rechnet Vaunet mit 16,4 Millionen Pay-TV-Abonnements, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Bei kostenpflichtigen Streamingdiensten soll die Zahl ebenfalls um rund drei Prozent auf 26,7 Millionen steigen. Der Markt gewinnt also Kunden – aber nicht im selben Maß Erlöse.