DMEXCO 2026
Alle zählen Kosten, niemand misst Wirkung: Wie Kunden und Agenturen der Transformation begegnen
Als sich die Moderatorin des Panels am Ende für den Ton entschuldigt, war damit nicht die schlechte Sound-Qualität gemeint, die das Panel "Agencies Trends 2027" prägte. Die Zuschauer:innen konnten den Ausführungen der Teilnehmenden am Mittwochmorgen auf der Agency Stage nur mit Anstrengung folgen.
Nein, gemeint war die Anspannung, die die Diskussionsrunde erfasst hatte angesichts der schwierigen Herausforderungen im Markt.
Raul Remitz etwa, CEO von Omnicom Media in Düsseldorf, reagierte gereizt auf die Feststellung von Horizont-Chefredakteurin Eva-Maria Schmidt, seine Agenturgruppe sei mit der Integration von IPG beschäftigt. Ihn beschäftigten eher andere Dinge, die Kunden etwa.
Omnicom Media erlebe dieses Jahr die beste Pitch-Saison seit Langem. Natürlich sei im Zuge der Fusion auch Leuten gekündigt worden, aber an anderer Stelle seien eben auch wieder neue dazugekommen.
Anke Herbener, CEO der Transformationsberatung Digital Changers in Köln, meinte, Konsolidierungen habe es im Markt immer gegeben; im Gegenzug entstünden stets auch neue Chancen. Was natürlich stimmt: Wir erleben derzeit zahlreiche Neugründungen von Strategie-, Marken-, Kreativ- und KI-Beratungen im Markt.
Alle denken zuerst an die Kosten
Trotzdem: Konsolidierung ist das Wort, das dieses Jahr auf der DMEXCO in Köln auf vielen Bühnen und im Publikum die Runde macht. Die schlechte wirtschaftliche Lage, eine fragmentierte Medienlandschaft und die hohen Kosten der KI-Transformation berühren Werbungtreibende wie Agenturen.
Die Kunden wollen in erster Linie Kosten reduzieren. Die Marketingbudgets schrumpfen.