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Lesedauer 3 Min.

Thjnk Berlin checkt beim BER ein

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird mit einer neuen Agentur in die Zukunft starten: Thjnk Berlin. Das Hauptstadtbüro der Agenturgruppe konnte sich im Rahmen eines mehrstufigen Pitches durchsetzen.
© W&V

Der Witz um die neun Jahre zu späte Eröffnung ist wohl so veraltet wie die damaligen Baupläne, dennoch kann der Flughafen Berlin kommunikative Unterstützung gebrauchen. Die kommt jetzt von Thjnk Berlin, welche sich im Rahmen eines mehrstufigen Pitches durchsetzen konnte. Das Mandat umfasst die kommunikativ-strategische Betreuung des Flughafens. Aktuell startete unter anderem die Kommunikation rund um die "Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung 2022".

Mehr Berlin und Brandenburg geht nicht?

Stefan Schulte, Geschäftsführer Kreation Thjnk Berlin: "Wir lieben Berlin, wir lieben Brandenburg – und mehr Berlin/Brandenburg als der BER geht fast nicht. Entsprechend freuen wir uns, unseren Beitrag leisten zu dürfen."

Hendrik Heine, Geschäftsführer Beratung Thjnk Berlin: "Der BER ist die vielleicht bekannteste, ungewöhnlichste, meistzitiertestes Marke der Region – mit wirklich allen Höhen, Tiefen – vor allem aber Potenzialen als Motor für ganz Berlin und Brandenburg. Entsprechend reizvoll ist es, ein aus allen Perspektiven so einzigartiges Mandat zu betreuen."

Schulden: Der BER bleibt ein Politikum

Der Flughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" nahm am 31. Oktober 2020 nach 14 Jahren Bauzeit seinen Betrieb mit angeknackstem Image auf. Die damals nicht ganz so leichte Kommunikation zur Eröffnung übernahm die Berliner Agentur Römer Wildberger. Im Mai 2022 gab es am BER etwa 1,9 Millionen Fluggäste. Damit bleibt das Passagieraufkommen weit hinter der maximalen Kapazität von 46 Millionen pro Jahr zurück, was jedoch der immer noch anhaltenden Pandemie geschuldet ist. Zum Vergleich: Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main hat eine Kapazität von bis zu 70 Millionen Passagieren pro Jahr, zählte aber im zweiten Pandemiejahr 2021 nur rund 25 Millionen. 

Neben dem Luftverkehr ist der Berliner Flughafen auch für den Bereich Messen, Veranstaltungen, Gastronomie und Einzelhandel von großer Bedeutung. Dennoch gab es von Anfang an Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Areals, die auch mit der Eröffnung nicht verstummten und durch die Pandemie noch verhärtet wurden. Während die Prognosen im April 2020 noch einen finanziellen Mehrbedarf von 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro vorsahen, um eine Insolvenz abzuwenden, wird immer wieder eine Teilentschuldung gefordert. Die Betreibergesellschaft FBB ist vollständig in öffentlicher Hand. Auf Thjnk kommt also eine große Aufgabe zu.

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