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Lesedauer 4 Min.

5 Präsentationstipps, mit denen Sie Ihr Publikum glücklich machen

Markus Tirok ist Moderations- und Präsentationscoach. Wie eine Präsentation zu einer guten Präsentation wird, verrät er mit fünf einfachen Tricks, die alles besser machen.
© W&V

Markus Tirok ist Moderations- und Präsentationscoach. Wie eine Präsentation zu einer guten Präsentation wird, verrät er mit fünf einfachen Tricks, die alles besser machen.

Haben Sie sich mal die Frage gestellt, wie die Präsentationskultur in Ihrem Unternehmen aussieht? Bei der Frage muss ich selber lachen - natürlich haben Sie. Die Antwort ist meist nicht zum Lachen, ich würde es als Copy-Paste-Kultur bezeichnen. Wir machen Präsentationen so, wie sie alle machen: zu viele Folien, zu viele Apskete, zu lang und am Ende zu langweilig. Aber, wie gesagt, machen ja alle so.

Was passiert wohl, wenn Sie Ihre konkret nächste Präsentation wirklich anders machen? Was passiert dann? Mal ehrlich, was passiert dann?
Es liegt an Ihnen.

Hier kommen fünf Tipps, wie Ihr Publikum nach Ihrer Präsentation glücklich ist.

1. Kommen Sie endlich zum Punkt

  • Vergeuden Sie nicht die kostbare Lebenszeit Ihrer Zuhörer
  • Fast alle Präsentationen sind viel zu lang - das wissen Sie genau, denn Sie haben sich schon oft als Opfer eines schlechten Redners gefühlt. Sie wollen sich doch nicht mit Ihrer zu langen Präsentation rächen, oder?
  • Verzichten Sie doch bitte auf das ewig lange Rumgeplänkel zu Beginn. Starten Sie ins Thema und hauen Sie Ihren ersten Punkt raus
  • Reduzieren Sie Ihre Präsentation auf die Hälfte Ihrer üblichen Redezeit. Damit zwingen Sie sich zur Priorisierung und erarbeiten sich eine bessere Struktur, fordern Sie Ihr Publikum
  • Und schauen Sie in die überraschten Augen Ihrer Zuhörern, wenn Sie schon fertig sind, nachdem Sie alles gesagt haben

2. Sie präsentieren und nicht Ihre Folien

  • Der Aufwand, um Folien zu gestalten ist abenteurlich - ganze Grafikabteilungen werden damit beschäftigt. Zu welchem Zweck? Sind Ihre Zuhörer nicht in der Lage, sich einen Ball oder eine Uhr oder ein Auto vorzustellen?
  • Geht's nicht mal ohne Folie? Überprüfen Sie jede Folie auf ihren Gewinn. Ist das Chart wirklich für den Zuschauer notwendig? Nein? Dann raus damit
  • Bei der Vorbereitung und Konzeption Ihres Vortrages helfen die Folien meist, eine Struktur zu finden. Das sind dann aber keine Folien, die auch präsentiert werden sollten. Das sind Ihre Moderationsnotizen und gehören in das entsprechende Feld

3. Kennen Sie Ihr Gewinnversprechen?

  • Was soll Ihr Zuhörer denn nach Ihrer Präsentation eigentlich wissen, was er vorher nicht schon wusste? Eine gefährliche Frage, wenn Sie keine klare Antwort darauf finden
  • Kennen Sie Ihre wahren Kernbotschaften

4. Seien Sie doch bitte so, wie Sie sind!

  • Präsentatoren verfallen häufig in einen albernen Sprachduktus. Sie ahmen andere nach oder imitieren das eigene Bild eines guten Redners - die Sprache und das Verhalten werden unnatürlich
  • Wenn Sie nicht so sind, wie Sie tatsächlich sind, hört Ihnen eh keiner zu. Geben Sie sich fast privat - der Zuschauer empfindet dies als angenehm und souverän

5. Reden Sie doch mal laut

  • Nutzen Sie die Chance, die Ihnen Ihr Publikum einräumt, Erkennen Sie diese Gelegenheit als Chance
  • Und wenn Sie nicht täglich präsentieren - ist ja kein Beruf - sollten Sie üben
  • Und zwar einen Tag vorher und laut
  • Es geht nur laut
  • Gedankliches Sprechen im Kopf können Sie vergessen - es bringt Ihnen nicht viel
  • Üben Sie in normaler Sprachlautstärke - nur so prägt sich Ihr Gehirn ein, welchen inhaltlichen roten Faden Sie verfolgen wollen. Und nur laut finden Sie die selbst fabrizierten Fallstricke. Wenn Sie sich zuhören, merken Sie, ob Ihre Präsentation einen Sinn ergibt oder ob Sie sich verrennen. Korrigieren Sie - Sie haben ja noch einen Tag Zeit

Morgen lesen Sie: Präsentieren leicht gemacht - Teil 2: Fünf Fehler, die sie beim Präsentieren unbedingt vermeiden sollten.

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