Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Jung-von-Matt-Studie: Wie sich Influencer selbst wahrnehmen

Worauf legen sie wert? Was ist ihnen wichtig? Nach welchen Kriterien wählen sie Partnerschaften mit Marken aus? Jung von Matt, Brandnew und Facelift haben 1200 Influencer befragt.
© W&V

Die nach Autorenangaben größte weltweite Studie zu dem Thema liefert Einblicke, wie Influencer sich selbst sehen und was sie antreibt. Dabei gaben 90 Prozent der Befragten an, sich selbst tatsächlich als "Influencer" zu sehen. Auf die Frage, was die Follower an ihnen schätzen, antworteten 70 Prozent der Influencer: "Dass ich authentisch bin, ehrlich, lustig, offen und gewillt, die Dinge so zu übermitteln, wie ich sie sehe."

Zahlenmäßig dominieren eindeutig die Frauen

Authentizität ist für Millennials das A und O. Sowohl Influencer als auch deren Follower gehören überwiegend zur Gruppe der Millennials. Auf Instagram, für über 76 Prozent der Befragten die wichtigste Plattform, sind Influencer im Schnitt 27 und ihre Follower 24 Jahre alt. 62 Prozent der Influencer auf Instagram sind weiblich.

Allerdings ziehen weibliche Influencer vornehmlich Frauen als Follower (77 Prozent). Bei den männlichen Kollegen ist das Verhältnis dagegen ausgeglichener. Auch ihnen folgen mit 54 Prozent mehrheitlich Frauen. Dazu kommen 46 Prozent männliche Follower.

Auf die Frage, warum sie Influencer geworden sind, antworten 60 Prozent, sie wollten etwas bewirken. Knapp 50 Prozent war wichtig, eine Audience aufzubauen und die eigene Beliebtheit zu steigern (49 Prozent), ebenso wie als Meinungsmacher im eigenen Feld wahrgenommen zu werden (48 Prozent). Das Geldverdienen folgt an vierter Stelle (45 Prozent).

Snapchat ist für Influencer eher unwichtig

Die wichtigsten Plattformen der Influencer sind Instagram (76 Prozent), gefolgt vom eigenen Blog, Facebook und Twitter. Snapchat rangiert bei den Influencern noch hinter YouTube.

42 Prozent der Befragten geben an, bereits über Plattformen mit Brands zusammenzuarbeiten. Bei 68 Prozent führte der Weg dabei über Agenturen, 84 Prozent gingen direkt über die Marke. Als ausschlaggebendes Kriterium für die Zusammenarbeit nennen 40 Prozent die Marke an sich, gefolgt von deren Relevanz für die Follower und - erst an dritter Stelle - dem Geld.

Auf die Frage, welche Faktoren für sie maßgeblich den Erfolg einer Zusammenarbeit bestimmen, werden auf den ersten drei Plätzen Impressions, Traffic und Likes genannt. Kriterien wie Verkaufszahlen und Markennennungen kommen für die Influencer dagegen an vorletzter beziehungsweise letzter Stelle.

Influencer klagen über zu geringe Entlohnung

Als größten Fehler, den die Marken machen, nennen 72 Prozent der Influencer die "nicht angemessene Entlohnung". Außerdem nerven die Befragten zu strikte Content-Guidelines sowie zu hohe Erwartungen.

Apropos Entlohnung. Knapp 20 Prozent geben an, statt Geld Geschenkartikel zu bekommen. 33 Prozent erhalten weniger als 500 US-Dollar pro Kampagne; 28 Prozent zwischen 500 und 1000 Dollar; 0,7 Prozent zwischen 10.000 und 25.000 Dollar und gerade mal 0,3 Prozent über 25.000 Dollar pro Kampagne.

Die meisten Influencer gibt es übrigens in Großbritannien, dicht gefolgt von Deutschland. Die USA rangieren auf dem dritten Platz. Mit großem Abstand folgt Frankreich an vierter Stelle. Im internationalen Vergleich kommen die meisten Top-Performer (nämlich 27) aus Deutschland, mit großem Abstand vor Großbritannien, USA, Italien und Russland.

Nur 24 Prozent der Influencer gaben an, dass Marken "immer ausdrücklich" verlangten, Sponsored Posts als Werbung zu kennzeichnen.

Für die Studie haben Jung von Matt/Sports, die Influencer-Marketing-Plattform Brandnew IO und der Social-Media-Software-Anbieter Facelift über 1200 Influencer auf der ganzen Welt befragt.

Die vollständigen Ergebnisse können hier heruntergeladen werden.

Neueste Beiträge

Gute Noten für Discovery
WuV Community Icon Die erste Bilanz von ChatGPT Ads: Marken erreichen 80 Prozent Neukunden
Mehr als 2000 Werbekunden testen ChatGPT Ads über Criteo. Erste Ergebnisse zeigen großes Potenzial bei der Neukundengewinnung, doch bei Conversions und Erfolgsmessung hapert es noch. Criteo-Manager Marc Fischli erklärt, für welche Marken und Marketingziele sich der neue Kanal schon lohnt.
12 Minuten
14. Okt 2026
Werbung in KI-Anwendungen
WuV Community Icon Warum ChatGPT Ads für Werbetreibende noch eine Blackbox sind
Agenturchef Hans Ratzmann testet ChatGPT Ads für Kunden und für seine Agentur. Im W&V-Interview erklärt er, was ihm bei der Steuerung fehlt und welche Aufgaben gesponserte KI-Agenten künftig übernehmen könnten.
7 Minuten
12. Okt 2026
Twilio-Befragung
WuV Community Icon Was Kunden am KI-Service schätzen und was sie daran stört
Die meisten Unternehmen glauben, ihre Kunden seien mit dem KI-Service zufrieden. Eine Twilio-Befragung fällt dagegen ernüchternder aus. Dabei schätzen Verbraucher durchaus, was die Bots ihnen schon abnehmen.
5 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Studie
Die 10 liebsten Mineralwassermarken der Deutschen
Nur Kaffee trinken die Deutschen häufiger als Wasser. MDR-Werbung (MDRW) und das IMK Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung haben ermittelt, wer was trinkt und welche Marken am beliebtesten sind.
3 Minuten
24. Mär 2016
TechTäglich
Liste: Die beliebtesten Vinyl-Platten aller Zeiten
Heute in TechTäglich: Das Portal money.co.uk und die Musikdatenbank Discogs haben aktuell ein spannendes Ranking erstellt. Welche Schallplatten sind weltweit besonders populär? Überraschung: Die Stones fehlen.
3 Minuten
Führungswechsel
Kapten & Son: Die Gründer treten ab
Der Uhrenhersteller Kapten & Son bekommt neue Chefs: Alexander Glörfeld und Marian Paul übernehmen die Geschäftsführung. Die Gründer treten ab und kümmern sich um neue Aufgaben innerhalb der Gruppe.
3 Minuten
12. Nov 2020
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige