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Lesedauer 3 Min.

So genervt sind die Deutschen von Werbung im Netz

Onlinewerbung nervt die meisten Deutschen. Von welchen Werbeformen sie sich am meisten belästigt fühlen, hat Yougov in einer Umfrage herausgefunden.
© W&V

Was nervt die Deutschen am meisten beim Surfen im Internet? Das wollten die Marktforscher von Yougov Anfang April 2017 von gut 1.000 Umfrageteilnehmern wissen. Die eindeutige Antwort der repräsentativen Umfrage: aufdringliche Werbung. 69 Prozent der Befragten finden sie am nervtötendsten. Ähnlich störend sind Pop-Ups mit 64 Prozent. Dazu gehören nicht nur Werbung, sondern ebenfalls Hinweise auf Seitenaktualisierungen von Nachrichten-Websites. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) ärgert sich über automatisch abgespielte Videos mit Ton.

Seiten, die nicht mobiloptimiert sind, stellen ein überraschend kleines Problem für deutsche Internetnutzer dar. Nur 27 Prozent sind von ihnen genervt. Und mit 15 Prozent fühlen sich noch weniger von Bezahlsperren bei Paid-Content-Anbietern belästigt.

Grundsätzlich zeigt die Umfrage, dass fast jeder Deutsche etwas im Netz auszusetzen hat. Denn nur 3 Prozent gaben an, von keinem der abgefragten Störenfriede genervt zu sein.

Vier von zehn Deutschen nutzen Adblocker

Bei der schlechten Bilanz, die die Deutschen der Onlinewerbung ausstellen, wundert es nicht, dass die Adblocker-Nutzung hoch ist. 41 Prozent der Befragten haben auf ihrem Rechner oder Smartphone oder auf beidem einen Adblocker installiert. Die Männer setzen dabei mit einer Rate von 50 Prozent wesentlich häufiger auf Adblocker als Frauen (33 Prozent).

Vor allem für das Angebot von Onlineshops würden die Deutschen den Adblocker deaktivieren. 54 Prozent der befragten Adblocker-Nutzer wären dazu bereit. 52 Prozent würden ihn für journalistische Inhalte ausschalten, immerhin noch 36 Prozent für Onlinevideos.  

Die Studie zeigt, das nervige Onlinewerbung die Nutzer langfristig vergrault. Nur hochwertige Inhalte, die den Nutzer interessieren oder exklusiv sind - seien es Artikel, Videos oder Produktangebote - können ihn zurückholen. Denn nur wenn das Angebot unverzichtbar ist, akzeptiert er auch die Werbung.

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