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KI-Fotos sehen echter aus als echte Menschen

Gesichter, die Künstliche Intelligenz erzeugt, sehen mittlerweile offenbar realistischer und glaubwürdiger aus als echte Gesichter. Das hat eine Studie ergeben. Und das führt zu den verschiedensten Problemen.
© W&V

Nun hat es Künstliche Intelligenz also geschafft: Gesichter, die sich die KI ausdenkt und erfindet, werden von Menschen als echter empfunden als tatsächliche Fotos von real existierenden Personen. Das haben Tests von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Großbritannien, den Niederlanden und Australien ergeben, über die der Guardian berichtet. Demnach haben die Versuchspersonen 66 Prozent der KI-Gesichter, die ihnen gezeigt wurden, als echte Menschen identifiziert. Von den tatsächlichen Fotos hielten sie dagegen nur 51 Prozent für echt.

KI-Gesichter für Betrugsversuche im Internet

Grund ist offensichtlich, dass die Gesichter aus dem Computer symmetrischer sind, weniger Eigenheiten aufweisen und mehr mit unseren Idealvorstellungen des menschlichen Erscheinungsbildes übereinstimmen. Dies könnte künftig erhebliche Auswirkungen haben – zum Beispiel, wenn solche vertrauenserweckenden "Lieblingsgesichter" für Betrugsversuche im Internet verwendet werden.

Nur KI erkennt KI-Bilder zuverlässig

Und noch ein Problem: Der KI-Trick, der mit 124 Testpersonen untersucht wurde, funktioniert überwiegend nur mit weißen Gesichtern. Andere Hautfarben gibt die KI dagegen wesentlich weniger überzeugend wieder. Das liegt daran, dass die Software vor allem mit Gesichtern europäischer Herkunft trainiert wird. Wenn künftig beispielsweise vermisste Personen mit dunkler Haut per KI-Bild gesucht werden, könnte das zu weniger realistischen Ergebnissen führen. Aber vielleicht hilft dagegen ja Künstliche Intelligenz. Denn sie erkennt KI-Gesichter mit einer Genauigkeit von 94 Prozent.

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