Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI: Paul McCartney bringt letzten Beatles-Song

Als John Lennon Ende der 70er wieder versöhnlicher gestimmt war, hat er einige Demos aufgenommen und die Kassette mit "Für Paul" beschriftet. Nun erscheint eines dieser Stücke dank KI als Beatles-Abschiedslied.
© W&V

Künstliche Intelligenz: Paul McCartney bringt letzten Beatles-Song

Offenbar kommen die Beatles jedes Vierteljahrhundert zurück. 1995 und 1996 haben Paul, George und Ringo für ihre Karriere-Bilanz "Anthology" die John-Lennon-Demos "Free as a Bird" und "Real Love" fertiggestellt – und zumindest virtuell noch einmal zu viert gesungen. Jetzt will Paul McCartney mit Hilfe künstlicher Intelligenz einen "allerletzten Beatles-Song" veröffentlichen. Den Titel verrät Sir Paul noch nicht. Aber die BBC geht davon aus, dass es sich um "Now and then" handelt, das Lennon 1979 während seines Retiriums in New York unter einfachsten Bedingungen mit Piano und Kassettenrecorder aufgenommen hat.

Auf einer Kassette von Yoko Ono

Der 1980 ermordete Beatle hatte die Kassette damals mit "Für Paul" beschriftet, Witwe Yoko Ono übergab sie McCartney später. Das Stück geistert seit Jahren als Bootleg durch die Beatles-Szene und ist auch auf Youtube zu hören. Die "Fab Three" wollten es demnach bereits 1995 zusammen mit Produzent und ELO-Star Jeff Lynne aufnehmen, aber die Tonqualität war einfach zu schlecht. Nun behebt künstliche Intelligenz das Problem, wie McCartney erklärt: "Regisseur Peter Jackson konnte für seine Beatles-Doku 'Get back' Johns Stimme aus dieser schäbigen kleinen Kassette herausholen."

Wenn John einen Song von Paul singt, ist es KI

Ergebnis, so der 80-Jährige: "Wir hatten Johns Stimme und ein Klavier, und er konnte sie mit KI trennen. Sie sagen der Maschine: 'Das ist die Stimme. Das ist eine Gitarre. Nimm die Gitarre weg'. Laut McCartney ist die Neuaufnahme bereits fertiggestellt und soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Ansonsten betrachtet er KI-Musik skeptisch, aber interessiert: "Ich bin nicht so oft im Internet. Aber die Leute sagen zu mir: 'Es gibt einen Track, auf dem John einen deiner Songs singt', und das ist KI. Es ist irgendwie beängstigend, aber auch aufregend, weil es die Zukunft ist. Wir müssen einfach sehen, wohin das führt."

Das sind die Themen von TechTäglich am 14. Juni 2023:

Neueste Beiträge

Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026
Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige