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Sonnige Aussichten: Solardach für die Autobahn

Immerhin bei einem Zukunftsthema ist Deutschland Vorreiter – bei Solardächern für die Autobahn. Eine erste Anlage startet jetzt als Pilotprojekt. Und der Autobahn-Strom hätte einige weitere erstaunliche Vorteile.
© W&V

Sonnige Aussichten: Solardach für die Autobahn

Solarzellen brauchen Platz. Und wo ist besonders viel ungenutzter Platz? Oberhalb von Autobahnen! Deshalb hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) jetzt das erste Photovoltaikdach auf einer deutschen Autobahn vorgestellt. Es überspannt auf rund 168 Quadratmetern und in einer Höhe von 5,50 Metern die Zufahrtsspur der Raststätte Hegau-Ost an der A81 in Baden-Württemberg. Die Anlage soll ab Juli jährlich rund 40.000 kWh Strom liefern – was in etwa dem Bedarf von zehn Vier-Personen-Haushalten entspricht. Die nicht allzu spektakuläre Zahl zeigt bereits, dass es bei dem Pilotprojekt weniger um die absolute Strommenge geht, und vielmehr um die Untersuchung der Kosten für Installation und Betrieb einer solchen Anlage.

Teuer, aber nützlich

Minister Wissing versprach bei der Präsentation: "Wir werden den Ausbau von Solaranlagen auf und an Autobahnen beschleunigen und vereinfachen. Hier gibt es ein enormes Potenzial, das wir konsequent und zügig nutzen wollen." Das Pilotprojekt ist in einer deutsch-österreichisch-schweizerischen Kooperation mit Technik des Fraunhofer ISE, des österreichischen Unternehmens Forster FF und des Austrian Institute of Technology entstanden. Solardächer für die Autobahn gelten aktuell noch als sehr teuer, aber auch als besonders nützlich. Neben der Stromproduktion könnten sie auch als Lärmschutz dienen und würden die Verkehrssicherheit fördern – weil sie Regen und Hitze abhalten.

Das sind die Themen von TechTäglich am 28. Juni 2023:

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