Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Tiktok-Jubel um Disney-Figuren ohne Magersucht

Disney-Figuren wie Eiskönigin Elsa wirken extrem unterernährt und zerbrechlich. Eine US-Illustratorin päppelt die armen Dinger jetzt auf und bringt sie auf Normalgewicht. Dafür gibt es Millionen von Klicks bei Tiktok.
© W&V

Tiktok-Jubel um Disney-Figuren ohne Magersucht

Vor allem weibliche Disney-Figuren wie Cinderella, Arielle, Mulan oder Eiskönigin Elsa zeichnen sich dadurch aus, dass sie extrem unterernährt, hungerhakig und zerbrechlich daherkommen. Man möchte die armen Dinger am liebsten mit einem leckeren Käsekuchen und mindestens zwei Tellern Spaghetti aufpäppeln. Die junge Illustratorin Wyethe Smallish aus Milwaukee macht nun Schluss mit den absurden Sanduhr-Figuren und mit der Angst, dass die Heldinnen jederzeit an der Taille auseinanderbrechen könnten. Sie zeichnet Disney-Figuren ohne Magersucht – und sammelt damit Millionen von Tiktok-Klicks. Ihre Geschöpfe haben plötzlich Kurven, Hüften, Brüste oder Oberarme und sehen dadurch beinahe aus wie normale Frauen.

Mit einer angemessenen Taille und volleren Armen

"Wie viele andere Menschen habe ich mit meinem Selbstbild und mit Essstörungen zu kämpfen – und das wahrscheinlich schon, seit ich 10 Jahre alt bin. Ich habe meine Kunst genutzt, um zu lernen, meinen Körper so zu lieben, wie er ist", verrät die 24-Jährige gegenüber Buzzfeed. Und sie erzählt, wie ihre Normalgewicht-Figuren entstanden sind: "Ich begann mit Aschenputtel, und als ich sie gezeichnet hatte, hatte ich eine unerwartete emotionale Reaktion. Ich fühlte mich wohl, und sie kam mir so real vor. Es hätte mich als junges Mädchen sehr beeindruckt, Aschenputtel mit einer angemessenen Taille und volleren Armen zu sehen."

Von "Dicky Maus" keine Spur

Dabei sind die Normalo-Heldinnen und Helden keineswegs übergewichtig – von "Dicky Maus" keine Spur. Die Tiktok-Nutzer sind begeistert, dass Disney auch ohne "Nagersucht" funktionieren würde. Einer der zahllosen positiven und ermutigenden Kommentare: "Ich wollte hier zuerst etwas über die Darstellung von Übergrößen schreiben. Aber um ehrlich zu sein, sind das ganz normale Größen. Disney gibt uns einfach das Gefühl, dass 'Medium' schon zu viel ist." Ob sich der US-Konzern davon inspirieren lässt, gerade Mädchen und Frauen nicht mehr mit absurden Körpermaßen unter Druck zu setzen, muss die Zukunft zeigen.

Das sind die Themen von TechTäglich am 5. September 2022:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach. 

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Realize ID
WuV Community Icon Taboola-CEO Singolda: Unser Gegenmodell zu Google und Meta
Mit Realize ID will Taboola Kaufabsichten aus Mediennutzung und Anzeigenkontakten vorhersagen. CEO Adam Singolda erklärt den Ansatz und die Unterschiede zu closed Loop-Verfahren von Google oder Meta.
6 Minuten
12. Okt 2026
Twilio-Befragung
WuV Community Icon Was Kunden am KI-Service schätzen und was sie daran stört
Die meisten Unternehmen glauben, ihre Kunden seien mit dem KI-Service zufrieden. Eine Twilio-Befragung fällt dagegen ernüchternder aus. Dabei schätzen Verbraucher durchaus, was die Bots ihnen schon abnehmen.
5 Minuten
12. Okt 2026
Neue Markenplattform
WuV Community Icon Was hinter Lieferandos Wechsel zum neuen Werbespruch steckt
Mit „Bleib einfach im Moment“ verändert Lieferando seinen Markenauftritt. Gegenüber W&V erklärt das Unternehmen, was aus „Hör ich da Lieferando?“ wird und wie es künftig andere Lieferungen bewirbt.
4 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon KiK dreht nicht mehr: So entstehen die neuen TV-Spots mit KI
KiK lässt die visuellen Inhalte seiner neuen TV-Spots vollständig mit generativer KI erstellen. Factory-COO Marc Schnitzler erklärt, welche klassischen Gewerke sich dadurch ändern und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
8 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige