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US-Konzern Heinz präsentiert Erkenntnismaschine

It's all in the mix! Das US-Unternehmen Heinz plant einen schlauen Marketing-Coup mit dem neuen "Remixer". Wie der clevere Soßenautomat Geld in die Kassen füllen soll und welches Geschäftsmodell sich dadurch noch eröffnet.
© W&V

Immer nur die gleichen faden Dips, die schon seit Jahren im Regal stehen? Für den US-Konzern Heinz ist das nicht seins…

Das Unternehmen hat einen "Remixer" vorgestellt. Damit lassen sich Soßen über einen Touchscreen individuell erstellen. Vorbild ist offenbar Coca-Cola. Der Konzern hatte spezielle Getränkeautomaten ("Freestyle") entwickelt, in denen Kundinnen und Kunden ihren eigenen Geschmack kreieren.

Kein Quatsch mit Soße! Sondern marketingtechnisch ein Coup: Heinz ermöglicht im "Remixer" das Auswählen einer Basissoße. Anschließend lässt sich diese Grundlage nach eigenen Wünschen "verstärken". Denn auch die Intensität ist frei wählbar. 

Schon Ende des Jahres könnte der "Remixer" seine Zielgruppe erreichen. Diese sieht das Unternehmen weniger in Privathaushalten als in Restaurants. Beflügelt werden soll die Gastronomie. Für Heinz wäre es ein Doppelschlag: Einerseits werden die Soßen abgesetzt, andererseits entwickelt sich die Firma auch zum Hardware-Lieferanten und steigert seine Gewinne in der Gastro-Branche. Gleichzeitig könnte die größere Auswahl Restaurants dazu bewegen, eintönige Soßen der Heinz-Konkurrenz nicht mehr anzubieten, schließlich ist die Heinz-Auswahl dank "Remix" doch deutlich größer…

Schöner Side-Effekt: Heinz hofft darauf, dass der "Remixer" eine "Erkenntnismaschine" wird. Die beliebtesten Kreationen der Restaurant-Besucherinnen und -Besucher könnten dann zusätzlich für private Haushalte in Flaschenform in die Supermärkte kommen. Heinz hätte dann verlässliche Kunden-Trends umgewandelt in neue Produkte am Puls der (Soßen-)Zeit…

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