Neurotech-Marketing
Muse: Hirnströme und der richtige Weg zur Kundschaft
Ein Stirnband, das anzeigen soll, ob das eigene Gehirn älter oder jünger ist als man selbst: Das ist eine neue Funktion des kanadischen Neurotech-Unternehmens Muse für ein Stirnband namens „Athena“. Vom 19. Oktober an hält „Brain Age“ in seiner App Einzug.
Für die Bewertung werden die Hirnströme der Nutzer über mehrere Tage aufgezeichnet und mit den Ergebnissen aus vier kognitiven Tests kombiniert. Der auf diesem Weg ermittelte Wert soll zeigen, ob hinter der Stirn des Users ein jüngeres oder älteres Gehirn steckt. Und damit man mit dem Wert nicht alleine bleibt, offeriert der Anbieter „Trainingsmethoden“, um einen eventuell schon etwas eingerosteten Denkapparat wieder auf Trab zu bringen. Dergleichen funktioniert nämlich auch mit einem Gehirn und nicht nur mit dem Rest des Körpers.
Die neue Funktion ist allerdings nur ein Teil dessen, was die EEG-Stirnbänder von Muse leisten. Die Geräte, die seit 2014 auf dem Markt sind, werden primär zur Unterstützung und Verbesserung des Schlafes, bei der Meditation und beim Konzentrationstraining verwendet. So können die Bänder beispielsweise anhand der gemessenen Hirnaktivität erkennen, wann der User einschläft und in welcher Schlafphase er sich gerade befindet. Mithilfe von rosa Rauschen und anderen Einschlafgeräuschen, die von einem verbundenen Smartphone oder auch von In-Ear-Kopfhörern abgespielt werden, lässt sich der Schlaf laut Hersteller entsprechend verändern.