Rebranding im Fußball
Der DFB-Pokal zeigt sich schneller, lauter – und violett
Der damalige Drittligist Arminia Bielefeld wirft mehrere Bundesligisten raus und steht im Pokalfinale, ein unbekannter Spieler wird innerhalb weniger Minuten zum Helden, ein Stadion kippt mit einem einzigen Tor. Der DFB-Pokal lebt von Momenten, die sich nicht planen lassen. Genau darin sah der Deutsche Fußball-Bund allerdings zuletzt einen Widerspruch zur eigenen Markenführung, denn während der Wettbewerb unberechenbar blieb, war sein Auftritt genau das nicht mehr.
Zum Start der Saison 2026/27 bekam der DFB-Pokal deshalb sein erstes größeres Rebranding seit zehn Jahren. Gemeinsam mit Strichpunkt und der Cultural-Marketing-Agentur Manera hat der DFB Bildmarken, Farben, Typografie, Tonalität und Content-System überarbeitet. Vor allem digital wird der Auftritt offensiver: Violett ergänzt das traditionelle Pokalgrün, die Gestaltung wird rauer, schneller und stärker auf Social Media zugeschnitten.