Gastbeitrag
Klare Kennzeichnung, glaubwürdiger Host: Was Podcast-Werbung stark macht
Die europäische Werberegulierung bewegt sich in eine klare Richtung: mehr Transparenz, mehr Verantwortung und weniger Raum für Kommunikation, die sich als etwas anderes tarnt.
Der Digital Fairness Act ist derzeit noch ein geplantes EU-Vorhaben. Er soll bestehende Regeln für digitale Geschäftspraktiken ergänzen und unter anderem manipulative Designs, problematische Personalisierung und irreführendes Influencer-Marketing adressieren. Welche konkreten Pflichten daraus entstehen, steht erst mit dem Gesetzesvorschlag und dem anschließenden Gesetzgebungsverfahren fest.
Parallel gelten seit dem 2. August 2026 zentrale Transparenzpflichten des EU AI Act. Sie betreffen unter anderem bestimmte synthetische oder manipulierte Audio-, Bild- und Videoinhalte sowie Deepfakes. Für Marken, Agenturen, Publisher und Creator:innen bedeutet das: KI kann weiterhin eingesetzt werden, muss in den jeweils betroffenen Fällen aber transparent gemacht werden. Bei synthetischen Stimmen kommen außerdem Fragen der Einwilligung sowie des Persönlichkeits- und Leistungsschutzrechts hinzu. Auf den ersten Blick klingt das nach mehr Compliance, zusätzlichen Prüfprozessen und weniger kreativer Freiheit. Für Podcast-Werbung könnte diese Entwicklung jedoch eine Chance sein. Die Stärke des Mediums liegt nicht darin, Werbung zu tarnen, sondern in etwas viel Wertvollerem: echter Verbindung zwischen Menschen.